Erstellt am 02. Oktober 2015, 13:00

Imkerschule Warth. „Nach Absolvierung der vier Ausbildungsmodule samt Praxiskursen bestanden 26 Teilnehmer die theoretische und praktische Prüfung zum Imkerfacharbeiter. Die engagierten Kursteilnehmer kamen aus ganz Österreich und besitzen nun die fachliche Qualifikation Bienenvölker bestmöglich zu betreuen“, betont Dipl.-HLFL-Ing. Karl Stückler, Leiter der Imkerschule.

Zwei Prüfungstermine waren für die 26 Imkerfacharbeiter notwendig. Dipl.-HLFL-Ing. Karl Stückler(vorne links), Leiter der Imkerschule Warth, mit den neuen Imkerfacharbeitern und dem Prüferteam.  |  NOEN, LFS Warth
„Das Interesse an der Imkerei ist weiterhin ungebrochen groß, weshalb die Basiskurse zum Imkerfacharbeiter dezentral an neun Standorten in Niederösterreich durchgeführt werden.

Die Spezialausbildung durch Imker-Experten samt der Prüfung erfolgt dann an der Imkerschule Warth“, informiert Stückler. Fast alle frischgebackenen Facharbeiter sind hoch motiviert nun die dreijährige Meisterausbildung zu beginnen.

Bis dato wurden in Warth über 500 Imkerfacharbeiter und über 300 Imkermeister ausgebildet, was rund die Hälfte aller Facharbeiter und Meister in Österreich ist.

Unverzichtbare Partner der Landwirtschaft

„Die Imkerfacharbeiter sind mit ihrem umfassenden Fachwissen Garanten für die österreichische Imkerei und leisten damit einen wesentlichen Beitrag für eine positive Entwicklung unseres Landes.

Sie sorgen mit ihren Bienenvölkern für eine flächendeckende Bestäubung der heimischen Kulturpflanzen und sind damit unverzichtbare Partner der Landwirtschaft. Zudem trägt die Honigproduktion zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung bei“, betonte Bildungslandesrätin Mag. Barbara Schwarz. „Das Interesse an der Imkerei hat in den letzen Jahren stark zugenommen und die Bienenzüchter werden immer jünger. Die naturverbundene Arbeit mit den Bienen sowie das Know-how rund um die Imkerei haben stark an Attraktivität gewonnen“, so Schwarz.

Rund 25.100 Imker und Imkerinnen sichern in Österreich mit ca. 367.500 Bienenvölkern die Bestäubung der Zier- und Nutzpflanzen. Typisch dabei ist die traditionelle kleinbetriebliche Struktur.

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Eckdaten der Facharbeiterausbildung

Voraussetzungen für den Besuch der Kurse sind das vollendete 20. Lebensjahr und eine vierjährige Imkerpraxis. Die Ausbildung zum Imkerfacharbeiter umfasst 200 Stunden, die in vier einwöchigen Modulen und Praxiskursen zu absolvieren ist.

Die Kursinhalte umfassen die Grundlagen der Imkerei, Anatomie und Leben der Biene, Bienenpflege sowie Bienenkrankheiten und Betriebsmanagement. Die Kurse können ganz individuell besucht werden. Maximale Ausbildungsdauer sind vier Jahre. Veranstaltet werden der Facharbeiterkurse in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer sowie der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle. Informationen unter www.lfs-warth.ac.at