Erstellt am 27. April 2016, 09:57

Soziales Engagement gibt Zukunftsperspektive. Die Fachschule Warth arbeitet schon seit Jahren mit der „Farm der Kinder“ in Rumänien zusammen, um Kindern und Familien in Notlagen durch rasche und direkte Hilfe vor Ort zu unterstützen.

Bildungs-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz (2.v.r.), Direktor Dipl.-Ing. Franz Aichinger (links) und Mag. Kerstin Fuchs (3.v.l.), Concordia-Betreuerin und Dolmetscherin, mit den rumänischen Jugendlichen samt Betreuern.  |  NOEN, Jürgen Mück

Nach längerer Planung kam es nun zu einem einwöchigen Besuch von sechs rumänischen Jugendlichen, bei dem die jungen Gäste voll in das Unterrichtsgeschehen integriert wurden.

„Das soziale Engagement der Fachschule Warth in Rumänien ist ein wichtiger Beitrag den jungen Menschen eine Zukunftsperspektive zu geben und sie Schritt für Schritt an ein Leben heranzuführen, das sie selbstständig meistern können. Solchen Projekten gebührt Anerkennung, denn sie zeigen, dass gesellschaftliche Verantwortung mit Leben erfüllt und in der Praxis umgesetzt wird“, bekräftigt Bildungslandesrätin Mag. Barbara Schwarz.

„Die österreichischen Fachschüler, wie auch die rumänischen Jugendlichen, profitieren gleichermaßen voneinander, denn Hilfsbereitschaft, Toleranz und das Verständnis füreinander werden hier tatsächlich gelebt und umgesetzt“, so Schwarz.

Seit zehn Jahren engagieren sich die Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich für die Sozialprojekte in Rumänien.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe und mit Respekt

Der Besuch aus Rumänien kam unter Federführung von Fachlehrerinnen Elfriede Stückler zustande, die regen Kontakt zur „Farm der Kinder“ in Aricestii, 80 km nördlich von Bukarest gelegen, pflegt. „Die Jugendlichen aus Rumänien und auch die österreichischen Schülerinnen und Schüler konnten in dieser Woche wertvolle Lebenserfahrungen sammeln und sogar Freundschaften schließen.

Bei diesem Austauschprojekt ging es auch darum den jungen Menschen auf Augenhöhe und mit Respekt zu begegnen, nur so kann eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit gelingen“, so Lehrerin Stückler. „In Summe kommt wohl mehr zurück als man gibt“, fassten die Warther Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke zusammen.
 

Hilfsorganisation Concordia und die „Farm der Kinder“

Concordia ist als unabhängige Hilfsorganisation in Rumänien, Bulgarien und der Republik Moldau tätig, die Kinder, Jugendliche und Familien in Not hilft und unterstützt. Die Sozialprojekte umfassen Wohn- und Lehrlingsheime, Ausbildungszentren sowie Beratungs- und Betreuungseinrichtungen. Allein im letzten Jahr wurden in den drei Projektländern knapp 10.000 Menschen begleitet. Der derzeitige Schwerpunkt liegt auf der Familienarbeit und der Ausbildung.