Erstellt am 13. Mai 2016, 13:02

Wildbachbegeher an Fachschule ausgebildet. Zum zweiten Mal wurden in Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, Umwelt- und Wasserwirtschaft, Wildbachbegeher ausgebildet.

v. l.: Dipl.-Ing. Dr. Leopold Lindebner (Leiter Bezirksforstinspektion Neunkirchen), HR Dipl.-Ing. Roland Bauer (Wildbachverbauung Ministerium), Bürgermeisterin Doris Faustmann (Aspang), Bürgermeisterin Michaela Walla (Warth), Fachlehrer Mag. Karl Lobner, Dr. Thomas Lampalzer (Wildbach- und Lawinenverbauung Wiener Neustadt) und Direktor Dipl.-Ing. Franz Aichinger mit den neuen Wildbachbegehern.  |  NOEN, Jürgen Mück
„Laut Forstgesetz sind die Gemeinden verpflichtet geschulte Fachleute zur Beobachtung von Wildbächen einzusetzen, die jährlich eine Bachbegehung durchführen. Diese Wildbachbegeher werden künftig aufmerksam den Zustand und die Entwicklung der Wildbäche sowie deren Ufer verfolgen und mögliche Gefahrenquellen an die zuständige Gemeinde melden, um sie rasch zu beheben“, betont Fachlehrer Mag. Karl Lobner.

„22 Schüler des Abschlussjahrganges des Zweiges Landwirtschaft absolvierten erfolgreich die mündliche und schriftliche Prüfung zum Wildbachbegeher und sind nun berechtigt diese Funktion in den Kommunen auszuüben. Die Schulung ergänzt optimal die Unterrichtsfächer Waldwirtschaft, Landtechnik und Ökologie“, so Forstlehrer Lobner.
 
„Einmal mehr zeigen die Landwirtschaftsschulen, dass sie mit ihrer beispielhaften Bildungsarbeit den ländlichen Raum stärken und für eine intakte Natur Verantwortung übernehmen“, betonte Bildungslandesrätin Barbara Schwarz.

„Die Hochwässer der der letzten Jahre haben die Bedeutung und Notwendigkeit für die Begehungen unserer Wildbäche bestätigt. Sorgfältig ausgeführte Gewässerpflege und -instandhaltung können oftmals das Gefahrenpotential eines Wildbaches bedeutend vermindern, was einer Katastrophenvorsorge gleichkommt“, so Schwarz.

"Ufer instandzuhalten, um Gefahren abzuwenden"

Dr. Thomas Lampalzer von der Wildbach- und Lawinenverbauung in Wiener Neustadt sowie Dr. Leopold Lindebner (Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen) leiteten die Prüfung und zeigen sich erfreut über die Kooperation mit der Fachschule Warth: „Der Wildbachbegeher richtet seine Aufmerksamkeit primär auf die wesentlichen Gefahren in der Katastrophenvorbeugung.

Diese sind einerseits Veränderungen, die an Ort und Stelle Schäden verursachen, zum anderen die Auslöser mit den gefürchteten Folgewirkungen, wie Verklausungen und Geschiebeablagerungen, die überraschend und über weite Strecken hin große Verwüstungen bewirken können.“ Die Grundstücksanrainer sind daher verpflichtet die Ufer instandzuhalten, um Gefahren abzuwenden.
 
Die Ausbildung zum Wildbachbegeher umfasst die Schwerpunkte Wildbachkunde und mögliche Gefahrenquellen, Wildbachbauwerke und ihre Funktion sowie rechtliche Grundlagen. Die praktische Schulung wurde vor Ort an Wildbächen durchgeführt.
 
Ehrengäste bei der Zeugnisverteilung waren Bürgermeisterin Doris Faustmann aus Aspang und Bürgermeisterin Michaela Walla aus Warth, sowie Hofrat Dipl.-Ing. Roland Bauer von der Wildbachverbauung, Sektion Wien, Niederösterreich und Burgenland.