Erstellt am 09. April 2016, 10:24

von Lisa-Maria Seidl

Weil Forschung cool ist. Talente beweisen scharfen Verstand und zeigen, dass denken und forschen Freude machen.

Die Talente des Purkersdorfer Gymnasiums präsentierten die Projekte, mit denen sie sich in diesem Schuljahr beschäftigt haben, vor zahlreichen interessierten Besuchern. Oscar Nahler/4A  |  NOEN

Ein besonderes Highlight des Schuljahres am Purkersdorfer Gymnasium ist der „Abend der Talente“, der heuer in die vierte Runde ging. Gestaltet wird der Abend von den Teilnehmern des „Drehtürmodells“ im Zuge der Begabtenförderung. „Der Abend ist eine Institution, die aus unserer Schule nicht mehr wegzudenken ist“, meint Direktorin Irene Ille.

Schüler, die während des Unterrichts in bestimmten Fächern durch ihr besonderes Interesse oder Wissen auffallen, werden von ihrem Lehrer nominiert. Während des Schuljahres wechseln sie dann zwischen Regelunterricht und einer freieren Lernumgebung. „Es geht darum, den Schülern Raum zu geben, sich nach ihren Interessen mit bestimmten Themen zu beschäftigen. Dies ist im normalen Unterricht so nicht möglich“, erklärt Ille. Im Zuge der Begabtenförderung können sich die Schüler untereinander austauschen und erstellen Projektmappen, welche dann beim Abend der Talente vorgestellt werden.

„Es freut und überrascht mich immer wieder, wie vielfältig die Themen sind“, ist die Direktorin begeistert. Die Präsentation der Projektergebnisse hat einen sehr fruchtbaren Nebeneffekt: „Die Jüngeren interessieren sich dafür, womit sich die Älteren beschäftigen. Das ist eine positive Vorbildfunktion. Auf einmal ist es cool, sich mit einem schwierigen mathematischen Problem zu beschäftigen oder sich zu trauen, in französischer Sprache ein Buch zu schreiben.“

„Auf einmal ist es cool, sich mit einem schwierigen mathematischen Problem zu beschäftigen.“ Irene Ille, Direktorin

Während es anfangs nicht leicht gewesen sei, die Schüler zu motivieren, beim „Drehtürmodell“ mitzumachen, sei das mittlerweise kein Problem mehr. „Das Modell ist institutionalisiert, da die Jüngeren schon mitbekommen, worum es geht“, meint Ille und fährt fort: „Der Abend hätte auch um ein Vielfaches länger dauern können. Es kann immer nur ein Teil der vielen tollen Projekte vorgestellt werden.“

Beim Abend mitgewirkt haben auch der Chor, die Theatergruppe und die Band „Broadcast Gramophone“, die für Auflockerung zwischen den Vorträgen sorgten, sowie die Redner, die ihre preisgekrönten Beiträge zu diversen Wettbewerben zum Besten gaben.