Erstellt am 19. Februar 2016, 09:36

von Beate Steiner

St. Pöltner "sind von Matura nicht überfordert". Didaktiker kritisiert überdurchschnittlich viele Fünfer bei zentraler Reifeprüfung. St. Pöltner Schulen nicht betroffen.

In St. Pölten gab es keine Probleme mit der Zentralmatura. Die meisten waren bestens vorbereitet und Schummeln nicht notwendig.  |  NOEN, CandyBox Images/shutterstock.com

"Es gibt einzelne Schulen, die den Anforderungen der Zentralmatura derzeit nicht gewachsen sind“, zieht Werner Peschek Bilanz. Der Didaktiker schließt dies aus überdurchschnittlich vielen negativen Arbeiten, vor allem in Oberstufenrealgymnasien und auffälligen Leistungsdifferenzen zwischen Mädchen und Buben und vermutet Manipulation durch Lehrer.

Dass die Schulen in St. Pölten der Zentralmatura gewachsen sind, bestätigen die Direktoren: „Bei uns waren wenige Unterschiede zur vorhergehenden Matura“, sagt Sonja Klimek, Direktorin des BG und BRG Josefstraße.

Sogar weniger Fünfer als im Jahr davor

Hans Angerer, Direktor des BORG, ist erstaunt über das schlechte Abschneiden anderer Oberstufenrealgymnasien: „Wir hatten sogar weniger Fünfer im ersten Jahr mit Zentralmatura als im Jahr davor.“ Außerdem gab es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede, wissen sowohl Klimek als auch Angerer, Manipulation kam nicht in Frage.

Für die kommende Reifeprüfung ab 9. Mai ist alles im Laufen: „Derzeit werden die vorwissenschaftlichen Arbeiten korrigiert“, so Hans Angerer.