Erstellt am 17. Januar 2016, 13:45

von Nadja Straubinger

Abschied nach 30 Jahren. Seit 9. Jänner 1986 war Wolfgang Helm Kommandant der Unterradlberger Feuerwehr. Er blickt auf eine große Anzahl an Einsätzen und Aufgaben zurück.

Wolfgang Helm übernimmt 1986 das Kommando von damaligen Kommandanten Karl Wegscheider sen.. privat  |  NOEN

"Aufhören ist nicht so leicht", betont der ehemalige Kommandantder Freiwilligen Feuerwehr Unterradlberg. Seit letztem Freitag ist Wolfgang Helm nach genau 30 Jahren nicht mehr Kommandant, sondern Ehrenkommandant seiner Wehr. 1986 hat Helm das Kommando übernommen, weil „der Kommandant und sein Stellvertreter Probleme hatten und ich übrig geblieben bin“, schmunzelt Hell. Schwierig sei der Start gewesen, weil er damals frischgebackener Vater war. Allerdings konnte er immer auf das Verständnis seiner Frau zählen. „Sie hatte es oft nicht leicht. Ich habe am Anfang rund 800 Stunden pro Jahr für die Feuerwehr investiert“, so Helm.

In den Jahren gab es einige Situationen und Einsätze, die Helm in Erinnerung geblieben sind. Etwa der Großbrand am 6. Dezember 1989 bei der Firma Leiner. „Feuerwehrmann Hans Bergmann stand damals am Rathausplatz und hat auf die Brandruine gestarrt“, schildert Helm. Bergmanns Frau ist damals das einzige Todesopfer gewesen. Auch bei der Gasexplosion in St. Pölten war Hell dabei und hat mit Peter Högl den Atemschutz organisiert. „Ich bin stolz, dass ich in den letzten 30 Jahren keinen wesentlich verletzten eigenen Feuerwehrmann hatte“, sagt Helm stolz. Denn gerade bei der Gasexplosion sei es für die Feuerwehrmänner gefährlich gewesen.

Aber auch auf positive Erinnerungen kann Helm zurückblicken. Etwa die Gründung der Feuerwehrjugend 1993. „Darauf bin ich stolz“, so Helm und auch darauf, dass Unterradlberg den höchsten Anteil an Feuerwehrfrauen im Team hat. Außerdem gibt es in der FF Unterradlberg drei Floriani-Paare und zwei Feuerwehrkinder. In Anerkennung seines Wirkens wurde dem Kommandanten von seinen Wehr-Kollegen der Vorplatz des Feuerwehrhauses gewidmet und mit dem Namen „Wolfgang-Helm-Platz“ versehen.