Erstellt am 09. Januar 2016, 08:43

von Günther Schwab

"Ein Herzensanliegen!". Reichersdorfs Feuerwehrkommandant Simon Spreitzer zieht sich in die zweite Reihe zurück. Besonders stolz ist er auf den Zubau des Hauses. Es gab auch einige knifflige Einsätze.

 |  NOEN, zVg

Kommandant Hauptbrandinspektor Simon Spreitzer steht bei der bevorstehen Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reichersdorf am Dreikönigstag nicht mehr für die Kommandantenfunktion zur Verfügung. Nach zehn Jahren in der Spitzenfunktion und mehreren Jahren als Kommandant-Stellvertreter zieht er sich nun künftig in die „zweite Reihe“ zurück.

„Entscheidung stand schon länger fest“

„Die Entscheidung, keine weitere Periode als Feuerwehrkommandant zur Verfügung zu stehen, ist für mich persönlich schon seit längerer Zeit festgestanden. Es ist an der Zeit, diese Funktion in jüngere Hände zu legen“, erklärt der scheidende Kommandant.

In den vergangenen zehn Jahren seiner Amtszeit habe sich bei der Reichersdorfer Feuerwehr viel getan: „Vor allem der 200 Quadratmeter große Feuerhauszubau war mir ein Herzensanliegen. Mit der neuen Halle konnte das bestehende Feuerwehrhaus neu strukturiert werden. Durch die geänderte Raumaufteilung des Zeughauses und dem Entfernen der Mannschaftsspinde aus der Fahrzeughalle konnte eine bislang problematische Gefahrenzone endgültig entschärft werden.“

Weichberger-Großbrand war extrem schwierig

In Sachen Einsätzen hat Simon Spreitzer als Einsatzleiter mehrere problematische Aufgabenstellungen lösen müssen. Neben zahlreichen zum Teil kniffligen technischen Einsätzen war vor allem der Großbrand bei der Firma Weichberger im Jahr 2014 eine große Herausforderung.

„Beim Eintreffen am Einsatzort stand das Reifen- Lagerzelt in Vollbrand. Unsere Hauptaufgabe war es, zuerst die angrenzende Haupthalle zu schützen. Durch die giftigen Dämpfe und die starke Rauchentwicklung war ein Löschen nur unter Verwendung von schwerem Atemschutz möglich. Der zum Teil stürmische Wind erschwerte die Löscharbeiten“, erinnert sich Spreitzer.

Um die Wasserversorgung bei den Löscharbeiten aufrechterhalten zu können, wurde sogar das Großtanklöschfahrzeug aus St. Pölten mit 12.000 Litern Wasservorrat angefordert.

Auch künftig wird Simon Spreitzer ein aktives Feuerwehrmitglied bleiben und dem neuen Kommando unterstützend zur Seite stehen, falls seine Mithilfe benötigt wird.