Erstellt am 05. Januar 2016, 03:18

von Sabine Hummer

Frauen, die durchs Feuer gehen. 15 Frauen sind bei der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter/Au im Aktivstand und bei Einsätzen an vorderster Front dabei.

Kommandant Philipp Deinhofer (Bildmitte) ist stolz auf seine weibliche Truppe, auf die er im Ernstfall zählen kann, (v. l.) Simone Piringer, Sarah Ludwig, Anita Ludwig, Daniela Wasinger, Evelyn Pöttschacher, Valentina Deinhofer, Theresa Schneckenreither, Karin Pock, Stefanie Schneckenreither und Martina Brenn. Foto: Sabine Hummer  |  NOEN, Sabine Hummer

Sie sind jung, hübsch und haben eine gemeinsame Leidenschaft: Die Rede ist von den weiblichen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter/Au.

Sage und schreibe 15 Frauen gehören dem Aktivstand der Wehr an. Mit Daniela Wasinger als Verwaltungsgehilfin sowie Valentina Deinhofer und Theresa Schneckenreiter als Sachbearbeiterinnen haben drei Feuerwehrfrauen sogar Chargenpositionen inne.

„Hier wird gute Vorarbeit geleistet“

1997 haben mit Carina Kammerhofer und Eva Bürscher die ersten Mädchen bei der Feuerwehrjugend angefangen, 2001 ist Anita Ludwig als erste Frau in den Aktivstand der Wehr getreten.

„Ich wurde quasi eingeheiratet“, erzählt die 40-Jährige lachend. „Mein Mann war schon immer Feuer und Flamme für die Feuerwehr, da hab ich natürlich auch mitmachen müssen.“

Ebenfalls „seit Ewigkeiten“ dabei ist Karin Pock, die sich mit Jugendbetreuer Thomas Ludwig um den Feuerwehrnachwuchs kümmert. „Hier wird gute Vorarbeit geleistet. Wir würden uns über Mädchen freuen, die an der Feuerwehrjugend interessiert sind“, lädt Karin Pock zu den Jugendstunden ein, die immer freitags stattfinden.

„Frauen sind unverzichtbar geworden, das
sieht man auch an den Positionen, die sie
bekleiden.“
Feuerwehrkommandant Philipp Deinhofer

Bei allen Einsätzen sind die „Florianijüngerinnen“ an vorderster Front dabei, ob bei technischen Einsätzen oder als Atemschutzträgerinnen. „Es ist schon oft ein Nervenkitzel, wenn die Sirene heult“, erzählen die Feuerwehrfrauen. Das gesamte Team und die Gemeinschaft seien einfach toll, nur manchmal brauche man im Umgang mit den männlichen Kollegen eine dicke Haut und taube Ohren.

Feuerwehrkommandant Phi-lipp Deinhofer ist stolz auf seine Truppe. „Wir sind die Feuerwehr mit dem höchsten Frauenanteil im Abschnitt, wenn nicht sogar im ganzen Bezirk. Die Frauen sind mittlerweile unverzichtbar geworden, das sieht man auch an den Positionen, die die Frauen bekleiden. Und, wer weiß, vielleicht wird einmal eine von ihnen Kommandantin“, meint Deinhofer.

Die Wahl bei der FF St. Peter/Au findet übrigens am 6. Jänner statt. Es wird ein neuer Kommandantstellvertreter gewählt, da Franz Halbartschlager nicht mehr kandidiert.