Erstellt am 26. Januar 2016, 05:48

von Hans Kopitz

Haselsteiner löste Singer ab. Die Feuerwehr Herzogenburg-Stadt hat neuen Kommandanten: „Trete in große Fußstapfen.“

Kommando, Beförderte, Ausgezeichnete: Kommandant Ralf Haselsteiner und sein Stellvertreter Ferry Fessl, Wolfgang Fischer, Jacqueline Zehndorfer, Günther Haslinger, Thomas Kramer, Tamara Langer, Horst Hrobsky, Rudi Singer, Daniel Hanzlik und Verwalter Florian Schmidtbauer (von links)  |  NOEN, Hans Kopitz

Bei der 147. Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenburg-Stadt, die vergangenen Donnerstag in der Zentrale über die Bühne ging, stand Rudi Singer aus persönlichen Gründen als Kommandant nicht mehr zur Verfügung. Er hatte auf den Tag genau vor 33 Jahren mit seiner Karriere als Feuerwehrmann begonnen. Zum neuen Kommandanten wurde Ralf Haselsteiner mit 39 der 41 abgegebenen Stimmen gewählt. Kommandant-Stellvertreter bleibt Ferry Fessl, er erreichte 38 Stimmen.

Neues gibt es im Verwaltungsdienst: Bewährter Verwalter ist nach wie vor Florian Schmidtbauer. Cornelia Lang, die 15 Jahre im Verwaltungsdienst tätig war - Stellvertreter, Verwalter, dann wieder als Stellvertreter - legte ihre Funktion zurück. Ihr Nachfolger ist Rudi Singer.

Und da auch bei der Feuerwehr die Führungskräfte mit 65 Jahren zurücktreten sollten, stellten Willi Lang und Erich Dorwekinger ihre Positionen als Fahrmeister und Atemschutzwart zur Verfügung. Ihre Nachfolger sind Oliver Wallner beziehungsweise Christian Fischer.

„Bitte gebt dem neuen Kommando einige Wochen Zeit, bis alles wieder so läuft, wie Ihr es gewohnt seid“, appellierte Kommandant Ralf Haselsteiner. Die Fußstapfen, in die er trete, seien groß: „Mein Vorgänger hat sein Führungs- und Organisationstalent längst bewiesen und ein gut bestelltes Haus übergeben.“

Singer erhielt den Ehrenring

Sichtlich gerührt nahm Haselsteiner seine erste Amtshandlung vor: Er ernannte Rudi Singer zum Ehrenkommandanten und überreichte unter Applaus der Anwesenden den Ehrenring der Stadtfeuerwehr.
Laut Verwalter Florian Schmidtbauer sieht es in der Kasse momentan nicht gerade rosig aus. Schuld sind der Ankauf des neuen Wechselladefahrzeugs und der Gewinneinbruch beim Feuerwehrfest. „Die 15.000 Euro, die für drei harte Tage übrig geblieben sind, waren nicht das Gelbe vom Ei“, so Altkommandant Rudi Singer.
Das neue Wechselladefahrzeug wurde sehr gut angenommen, beübt und unter anderem beim Blaulicht-Fahrsicherheitstraining in Melk erprobt, das durch fünf Mitglieder gemeinsam mit den Kameraden der Wehren Oberndorf und Ossarn Wehren absolviert wurde.

Der Zeugmeister berichtete, dass die vorgeschriebenen Überprüfungen der Hebemittel wie Ketten, Seile und Rundschlingen durchgeführt und da die Überprüfung negativ ausfiel, auch einige neue angeschafft wurden. Eine komplette Helmserie musste aufgrund eines Materialfehlers ausgetauscht werden, neue Helmlampen wurden bestellt und montiert - und die neuen Mitglieder wurden mit persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet.

Für den Jugendbetreuer war es - so Wolfgang Fischer - ein spannendes und ereignisreiches Jahr: „Am erfreulichsten war, dass die Feuerwehrjugend auf sechs Mitglieder angewachsen war - vier Buben und zwei Mädchen.“ Sie haben beim Wissenstest in St. Pölten, am Abschnittsbewerb in Ossarn, am Bezirksbewerb in St. Margarethen, am NÖ Landestreffen in Wolfsbach und am Orientierungsbewerb in St. Pölten/Wagram teilgenommen. Sämtliche Prüfungen wurden erfolgreich absolviert - außerdem wurden verschiedene Freizeitaktivitäten und feuerfachliche Übungen mit der Oberndorfer Feuerwehrjugend gemeinsam unternommen.

„Bei Übungen nicht nachlassen“

Die Übungsbeteiligung stagniert. Das Übungsjahr wurde weitgehend vom neuen Wechselladefahrzeug bestimmt und rund 400 Stunden wurden dabei aufgewendet: „Ich ersuche, dass man hier nicht nachlässt und danke gleichzeitig für die Bereitschaft, Freizeit in Ausbildung zu investieren - jedem Einzelnen gebührt meine absolute Hochachtung“, erklärte Ronald Langer.

Die nächste feuerpolizeiliche Beschau steht heuer auf dem Programm. Ab Anfang März werden über 130 Objekte beschaut, dafür werden mindestens 20 Arbeitstage zu je acht Stunden benötigt. „Mein Ziel wird es sein, den vorbeugenden Brandschutz wieder mehr in die Gesamtübungen einfließen zulassen“, so Ralf Haselsteiner.

Bürgermeister Franz Zwicker dem neuen Kommando und bat, auf den Ausgang zur Abstimmung hinsichtlich einer Verschmelzung mit Oberndorf hinweisend, „für die Zukunft Herzogenburgs über den Tellerrand hinauszublicken.“