Erstellt am 05. Januar 2016, 05:43

von Hans Kopitz

Kampfabstimmung: Luef ist Kommandant. Es gab zwei Kandidaten für die Nachfolge von Alfred Eisner, das Ergebnis der Wahl fiel dann ziemlich eindeutig aus.

Foto: Erwin Wodicka  |  NOEN, BilderBox - Erwin Wodicka

Bei der 120. Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf/Ebene, die im Reblausstüberl der Vollrathhallen über die Bühne ging, ist ein neues Kommando gewählt worden.

Kommandant Alfred Eisner stand ebenso nicht mehr zur Verfügung wie sein Stellvertreter Matthias Cseh (berufliche Gründe) und Verwalterin Raphaela Steinwendtner (private Gründe).

Eindeutiges Ergebnis

Dafür erhielt der vorgesehene Kommandant Stefan Luef wenige Minuten vor der Wahl einen Gegenkandidaten in der Person von Gerald Frauendienst, der vor einigen Jahren aus persönlichen Gründen als Kommandant-Stellvertreter zurückgetreten war. Das Ergebnis fiel ziemlich eindeutig aus: Von den 41 abgegebenen Stimmen war eine ungültig, 29 Personen stimmten für Luef und elf für Frauendienst. Neuer Kommandant-Stellvertreter ist Stefan Zwicker. Er erhielt ebenso 29 Stimmen, zwölf Florianis votierten ungültig.

Neuer Verwalter ist Alfred Eisner, dem gleich die erste Amtshandlung des neuen Kommandanten zuteil wurde. Stefan Luef ernannte ihn zum „Ehren-Obernbrandinspektor“.

Zuvor hatte Eisner auf die Höhepunkte des abgelaufenen Jahres zurückgeblickt, darunter das auf zwei Tage verkürzte Fest, das zu einem neuen Termin stattfand, aber dennoch wieder ein voller Erfolg wurde.

Er würdigte auch das Engagement bei Leistungsbewerben und Wasserleistungsbewerben, wobei er stellvertretend die herausragende Leistung von Gerda Eismayer und Lisi Gröger hervorhob, die beim erstmaligen Bundeswasserwehr-Leistungsbewerb in Tulln in der Klasse Bronze den zweiten Platz erreichten und in der Klasse Silber Bundessiegerinnen wurden.

Erstmals führte die Oberndorfer Wehr im Vorjahr den Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerb durch. Er verlief ebenso erfolgreich wie der Feuerwehrball. Ein besonderes Anliegen ist die Jugend, die mit ihrem Betreuer Lukas Reitzl mit viel Freude und Spaß an zahlreichen Veranstaltungen, etwa Wissentests, teilnahm.

„Es ist wichtig, dass sie gefördert werden“

Kommandant-Stellvertreter Matthias Cseh brachte die Berichte der Warte und Sachbearbeiter. Auch er sprach dabei die Jugendarbeit an: „Das sind die Feuerwehrleute von morgen und es ist wichtig, dass sie gefördert werden.“ Dabei wies er auf die Jugendtreffs hin, die jeden Samstag um 17 Uhr im Feuerwehrhaus stattfinden.

„Das Ergebnis der Haus-Abstimmung war mfür mich befremdend“ Bürgermeister Franz Zwicker

Bürgermeister Franz Zwicker blickte in seiner Rede auf die Stadt-Zukunft, wobei er die Hoffnung auf eine Fusion mit der Feuerwehr Herzogenburg-Stadt und damit ein gemeinsames Feuerwehrhaus noch nicht aufgegeben hat: „Das Ergebnis der Haus-Abstimmung war für mich befremdend. Die Pläne - die immerhin 37.000 Euro gekostet haben -, liegen fix und fertig in der Tischlade und ich hoffe noch immer, dass man bei den Wehren etwas über den Tellerrand blickt.“