Erstellt am 15. Januar 2016, 05:03

von Nicole Frisch

Heinrich: „Trete in große Fußstapfen“. Feuerwehr | Nach 30 Jahren stellt sich Josef Bauer nicht mehr der Wahl zum Kommandanten. Ihm folgt ein deutlich verjüngtes Kommando.

Das neue Kommando der Feuerwehr Mannersdorf: Kommandant-Stellvertreter Peter Mitterböck, Kommandant Stefan Heinrich und Verwalterin Marlis Klettner.  |  NOEN, FF Mannersdorf

Ein recht emotionaler Moment dürften die Feuerwehrwahlen in Mannersdorf gewesen sein. Nach 30 Jahren im Amt stellte sich Josef Bauer keiner erneuten Wahl zum Kommandanten. Verabschiedet wurde er durch Standing Ovations seiner Mannschaft.

Bauer wird heuer 62 Jahre alt. Die verschiedenen Ämter innerhalb der Feuerwehr darf man allerdings nur bis zum 65. Lebensjahr bekleiden. Bauer könnte das Amt des Feuerwehrkommandanten somit keine weitere volle Funktionsperiode von fünf Jahren ausüben. „Deshalb habe ich bereits vor zwei Jahren beschlossen, diesmal nicht mehr zur Wahl anzutreten“, erklärt Bauer.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat Bauer wesentlich zur Optimierung und Instandhaltung des Feuerwehrhauses beigetragen. Auch an der Beschaffung des gesamten Fuhrparks war er beteiligt. „Ich habe als Kommandant nur Vorgaben gemacht. Für die Umsetzung war aber die ganze Mannschaft notwendig“, lobt Bauer den Zusammenhalt seiner Kameraden. Neben seiner Mannschaft ist er vor allem seinen langjährigen Stellvertretern dankbar.

„Ich trete in große Fußstapfen“, Stefan Heinrich

Davon, dass die Feuerwehr unter dem neuen Kommando weiterhin eine gute Arbeit leisten wird, zeigt sich Bauer überzeugt. Bei den Wahlen vergangene Woche wurde Stefan Heinrich zum neuen Kommandanten gewählt und tritt damit in die Fußstapfen seines Großvaters, der das Amt vor 40 Jahren innehatte. Sein Stellvertreter ist Peter Mitterböck. Marlis Klettner wurde zur Verwalterin ernannt, da auch der bisherige Verwalter, Josef Klettner, nach 34 Jahren sein Amt zurückgelegt hat. Somit hat sich das Kommando nach den Wahlen deutlich verjüngt.

„Ich trete in große Fußstapfen“, ist sich Heinrich sicher. Trotzdem will er die Feuerwehr im Sinne seines Vorgängers weiterführen. Dass ihm dies gelingen kann, davon zeigt sich Bauer überzeugt. „Stefan Heinrich ist eine gute Wahl. Es ist nur wichtig, dass das Kommando jetzt eine gemeinsame Linie findet. Aber das wird ihm gelingen“, betont Bauer. Zudem erkläre er sich dazu bereit, für Fragen jederzeit zur Verfügung zu stehen.