Erstellt am 13. Januar 2016, 05:23

von Gerald Burggraf, Susanne Müller und Martin Gruber-Dorninger

Keine Neuwahl 2017. Nach den Wahlen bei den einzelnen Wehren wird ein neues Bezirkskommando gewählt. 2017 wird Schwechat eingegliedert.

Walter Panzer ist seit November 2014 Bezirksfeuerwehr-Kommandant.  |  NOEN, NÖN

Mit 1. Jänner 2017 wird es weder einen politischen Bezirk Wien-Umgebung noch ein Bezirksfeuerwehrkommando mehr geben. Mit dem Beschluss der Landesregierung im Vorjahr werden die Region Schwechat und Bruck verschmelzen. Aufgrund dieses neuen Bezirkskonstrukts zerbrechen sich auch die Feuerwehren den Kopf über ihre Zukunft. Eine Zusammenlegung mit Bruck ist beschlossene Sache. Nachdem im Brucker Bezirk jedoch heuer ein neues Bezirkskommando gewählt wird, schließt dessen noch, und wahrscheinlich auch weiterhin amtierender Bezirksfeuerwehrchef Walter Panzer Neuwahlen nach der Zusammenlegung aus: „2017 wird sicher nicht noch einmal gewählt.“

Darüber hinaus werden sämtliche Feuerwehren des Teilbezirks Schwechat in die Brucker Organisation eingegliedert. „Zu uns kommen zwei Abschnitte dazu. Es wird die Aufgabe des neuen Bezirkskommandos sein, die einzelnen Bereiche möglichst gut zusammenzuführen“, so Panzer.

Aktuell liegt der Fokus der Kameraden aus der Schwechater Region jedoch bei ganz anderen Dingen. Im Laufe des Monat Jänner gehen nämlich die örtlichen Kommandoneuwahlen – bereits geschehen in Fischamend und Velm – über die Bühne. Sind dann sämtliche Mitgliederversammlungen vorbei, kommen die Kommandanten und deren Stellvertreter Anfang März zusammen und wählen aus ihrer Mitte die Abschnittsfeuerwehrchefs sowie abschließend den Bezirksfeuerwehrkommandanten – ein letztes Mal für den Bezirk Wien-Umgebung. „Diesen wird es bis 1. Jänner 2017 definitiv geben“, unterstreicht der bisherige Bezirksstellvertreter und Leopoldsdorfer Kommandant, Erhard Schaden, im Gespräch mit der NÖN.

Ein Abschnitt wird im März vakant

Er selbst will jedoch nicht mehr antreten. Ob er dann im neuen Bezirksgefüge mit Bruck eine Funktion übernimmt, wollte er nicht kommentieren. Möglich wäre, dass Schaden den Abschnitt Schwechat-Land übernimmt. Denn der bisherige Abschnittsfeuerwehrchef Franz Smetana darf aus Altersgründen, er wird heuer 65 und hat damit die Obergrenze für eine aktive Funktion bei der Feuerwehr erreicht, nicht mehr antreten.

Neben Smetana und Schaden zieht sich auch der bisherige Bezirksfeuerwehrkommandant Peter Ohniwas aus allen Funktionen zurück. Anfänglich tritt er im Jänner nun nicht mehr in seiner Heimatgemeinde Maria Gugging als Feuerwehrchef an. Und auch im Bezirkskommando wird es dank der Zusammenlegung nur noch eine kurze Amtszeit. Zumindest wird davon ausgegangen, dass Ohniwas noch die verbleibenden Monate bis zur Auflösung bleibt. „Nach 20 Jahren ist dann einmal Schluss“ so der Bezirkskommandant.