Erstellt am 18. Januar 2016, 16:57

von Bettina Kreuter

Sachers Rückzieher in letzter Sekunde. Christian Sacher trat nicht an. Manfred Mannsberger wurde mit 31 von 38 Stimmen neuer Kommandant.

Übergabe mit Handshake bei der Feuerwehr Bad Fischau: Kommandant-Stellvertreter Walter Nagelreiter, Kommandant Manfred Mannsberger, Ex-Kommandant Christian Sacher und ÖVP-Bürgermeister Reinhard Knobloch.  |  NOEN, FF Bad Fischau

Bis zuletzt waren mit Christian Sacher (Feuerwehr-Chef seit 20 Jahren) und Manfred Mannsberger zwei Kandidaten ins Rennen um das Amt des Kommandanten gegangen. Kurz vor der Wahl, während der laufenden Versammlung, zog Sacher seine Kandidatur zurück: „Es war eine Bauchentscheidung, dass ich zurücklege. Ich stehe niemandem im Weg“, so Sacher im NÖN-Gespräch.

Zwanzig Jahre seien eine lange Zeit, in der viel geschehen sei, wie der Bau des Feuerwehrhauses oder der Ankauf eines neuen Autos. An einen Einsatz erinnert er sich besonders: „Nach einem Brand konnte ich drei Tage lang nur Schlapfen tragen, weil ich so viele Blasen an den Füßen hatte.“ Nachdem Christian Sacher seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, stand die Mannschaft geschlossen auf und bedankte sich bei ihm.

Mannsberger neuer Mann an der Spitze

Mit Manfred Mannsberger steht ein Mann an der Sitze, der ebenfalls schon 36 Jahre bei der Feuerwehr Bad Fischau ist. Er habe sich aufstellen lassen, weil ihn die Mannschaft darum gebeten habe. „Ich bin sehr umgänglich und versuche, für jeden ein offenes Ohr zu haben“, beschreibt sich Mannsberger. Ihm sei wichtig gewesen, dass alles vernünftig ablaufe und sich alle nachher in die Augen schauen können. „Ich werde den neuen Kommandanten unterstützen, wo ich kann“, verspricht Christian Sacher.

Walter Nagelreiter bleibt auch nach 20 Jahren Stellvertreter: „In dieser Funktion komme ich mit der Mannschaft gut zurecht.“ Angesprochen auf den Kommandanten-Wechsel meint er: „Es ist nicht schlecht, wenn ein frischer Wind hineinkommt.“ Dafür will der neue Kommandant Manfred Mannsberger sorgen: „Ein Feuerwehrhaus muss leben. Es ist eine große Aufgabe für uns, dass wir unsere Mitglieder wieder aktivieren und Kameradschaft leben.“