Erstellt am 18. Januar 2016, 15:14

von Mathias Schranz

Sparstift bei Feuerwehr Wiener Neustadt. Sparpaket der neuen Stadtregierung trifft auch die Einsatzkräfte, Feuerwehrmitglieder nicht einverstanden.

Kommandant Josef Bugnar bei seinem Vortrag.  |  NOEN, FF WRN

Es war eine emotionale Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr. Kein Wunder, wird doch auch bei den Einsatzkräften der Sparstift angesetzt. Von den 771.000 Euro Jahressubvention müssen 71.000 Euro eingespart werden. „Allein 625.000 Euro sind Fixkosten pro Jahr wie etwa Miete, Personalkosten, Zivildiener oder Treibstoff“, erklärt Kommandant Josef Bugnar.

Allerdings weiß er: „Wir versuchen, dort zu sparen, wo die Sicherheit der Feuerwehrmitglieder nicht gefährdet ist. Es bedeutet aber auch, dass gewisse Anschaffungen zurückgestellt werden müssen, die den Einsatz erleichtert hätten.“ Bugnar spricht hier etwa eine Einsatzunterstützungssoftware an, die von den Betreibern von Brandmeldeanlagen elektronisch gelieferte Brandschutzpläne für den Einsatzleiter zur Verfügung stellt oder auch eine Datenbank für die Rettungskarten bereithält, um im Einsatzfall mit hydraulischem Rettungsgerät sicher arbeiten zu können.

Fahrzeug-Ankauf derzeit nicht möglich

Auch der Ankauf eines neuen Wechselladefahrzeuges muss hintangestellt werden. „Wir werden Wartungsverträge kündigen, wo es möglich ist, in der Hoffnung, dass uns dies nicht auf den Kopf fällt. Bei der Ausrüstung der Mitglieder dürfen wir auf keinen Fall sparen. Das ist unsere Sicherheit.“

Bei den Feuerwehrmitgliedern kommen die Sparmaßnahmen naturgemäß nicht gut an: Zwar gab es bei der Absegnung des Budgets durch die Mitlgieder keine Gegenstimmen, dafür aber massenhaft Stimmenthaltungen. Bugnar: „Das ist verständlich und legitim. Aber wir müssen sparen.“

ÖVP-Feuerwehrstadtrat Franz Piribauer zu den Maßnahmen: „Wir sind guter Dinge, dass die Sanierung der Stadt planmäßig voranschreitet, weshalb wir für das Jahr 2017 für die Feuerwehr wieder einen normalen Haushalt anstreben.“