Erstellt am 09. Februar 2016, 03:33

von Daniel Lohninger

St. Pölten: Duell um Bezirks-Feuerwehrspitze. Bisheriger Stellvertreter Ignaz Mascha tritt ebenso an wie Georg Schröder mit Max Ovecka – sie sehen sich als Garant für Zusammenarbeit in Stadt und Bezirk.

Georg Schröder (rechts) und Max Ovecka treten gemeinsam an und wollen die Zusammenarbeit der Feuerwehren in Stadt und Bezirk St. Pölten auch in Zukunft gewährleisten. Foto: Marschik  |  NOEN, Marschik
Wenn am 20. Februar die Vertreter der 116 Feuerwehren von Stadt und Bezirk ihren Kommandanten wählen, dann ist eines bereits fix: Dietmar Fahrafallner, Kommandant der Stadtfeuerwehr und Landesfeuerwehr-Chef, steht für keine weitere Funktionsperiode an der Spitze des Bezirkes zur Verfügung.

Um seine Nachfolge bahnt sich ein Duell zwischen Georg Schröder (Foto oben), Kommandant des Abschnittes Neulengbach, und dem bisherigen Bezirkskommandant-Stellvertreter Ignaz Mascha (Foto unten) an.



Obwohl über den künftigen Bezirks-Kommandanten und seinen Stellvertreter in zwei getrennten Wahlgängen entschieden wird, treten Schröder und der St. Pöltner Stadtfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Max Ovecka als Team an. Ovecka stellt sich der Wahl zum Bezirks-Vize nur, wenn Schröder das Duell um den Bezirkskommandanten gewinnt.

Schröder/Ovecka: „Chemie zwischen uns stimmt“

„Wir sehen die Team-Lösung als Signal. Es ist einfach wichtig, dass Kommandant und Stellvertreter einander verstehen und ergänzen. Die Chemie zwischen uns beiden stimmt. Das ist die wichtigste Voraussetzung, um das Zusammenspiel der Feuerwehren aus Stadt und Bezirk auch für die nächsten Jahre sicherzustellen“, betonen Schröder und Ovecka.

Dieses Zusammenwirken gebe den mehr als 7.600 Feuerwehr-Mitgliedern in Stadt und Bezirk eine starke Stimme und sei auch Garant für den optimalen Ablauf bei Alarmierung, Ausbildung und Einsatz.

Fahrafellner: „Wichtig, dass Stadt vertreten ist“

Auf die Nachwuchspflege will sich Ignaz Mascha, der Vorsitzender des Feuerwehrjugend-Ausschusses war, besonders konzentrieren. „Wir sind in der Jugendarbeit sehr gut aufgestellt. Die Herausforderung ist aber, dass die Jungen später auch bleiben“, sagt Mascha. Abgesehen davon bringe er insgesamt 13 Jahre Erfahrung als Bezirkskommandant-Stellvertreter ein.

Dass er, anders als Schröder, nicht gleich im Team mit einem Stellvertreter antritt, erklärt Mascha so: „Es sind zwei verschiedene Wahlen – jene zum Bezirkskommandanten und jene zum Stellvertreter. Man kann also nicht im Team antreten.“ Insgesamt rechne er sich gute Chancen aus, die 232 Delegierten zu überzeugen.

Der scheidende Bezirkskommandant Dietmar Fahrafellner sieht als wesentliche Voraussetzung für seine Nachfolge, dass „das bewährte Konzept“ der Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren aus Stadt und Bezirk auch in Zukunft gelebt werde.

„In der Stadt ist auch der Feuerwehr-Schwerpunkt des Bezirkes, beispielsweise dadurch, dass hier der Bezirksführungsstab, die Alarmierungszentrale und die Ausbildungsstätte sind“, erklärt Fahrafellner. Deshalb sei es wichtig, dass die Stadtfeuerwehr auch künftig im Bezirkskommando vertreten ist.