Erstellt am 27. Januar 2016, 05:13

von Thomas Peischl

Traut sich die FF-Braut?. Annäherung / Seit den 80er-Jahren wurde immer wieder über eine Vereinigung der Freiwilligen Feuerwehren Altenberg und Greifenstein verhandelt, jetzt folgt ein neuer Anlauf.;

Für Kommandant Gerald Stadler (Mitte, im Bild mit Stellvertreter Anton Stadler (l.) und Leiter des Verwaltungsdienstes Manfred Allabauer) hat sich das Thema Fusion »aktuell nicht aufgedrängt«.  |  NOEN, Gemeinde

Sie sind annähernd gleich alt, sie teilen sich ein Gebäude und doch sind die Haushalte streng getrennt. Die Rede ist von den beiden Freiwilligen Feuerwehren Greifenstein (125 Jahre) und Altenberg (124 Jahre). Schon in den 80er-Jahren wurden erste Anläufe unternommen die beiden in einer neuen FF Altenberg-Greifenstein zu vereinen, bis heute aber ohne Erfolg.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der FF Greifenstein machte Kommandant Rudolf Sappert der Nachbarwehr einen neuen Antrag: „Es wäre eine wirklich sinnvolle Weiterentwicklung für beide Feuerwehren. Setzen wir uns in ein gemeinsames Boot und wagen wir einen Neustart.“

Sappert appelliert an die Mitglieder beider Wehren, Vergangenes ruhen zu lassen und Persönliches hintanzustellen: „Im Einsatz funktioniert die Zusammenarbeit hervorragend, warum soll es außerhalb davon nicht auch klappen?“

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Bei Neustart müsste neu gewählt werden 

Im Fall der Fälle würden beide Wehren aufgelöst und die Gründungsversammlung der neuen, vereinigten FF würde unter dem Vorsitz des Bürgermeisters ein neues Kommando wählen. Wo der neue Kommandant herkomme, sei gleichgültig. „Es geht um die Sache“, betont Sappert. Gerade in kleinen Wehren, sei es immer schwieriger, die Tagesbereitschaft zu stellen. Der Druck werde immer größer, wie schwierig es sein kann ein Kommando zu finden, zeigen die aktuellen Beispiele Großriedenthal (aufgelöst) und Tulln (vertagt).

Weniger euphorisch zeigt sich der Kommandant der FF Altenberg, Gerald Stadler: „In unserer Versammlung war die Vereinigung kein Thema.“ Es habe sich nicht aufgedrängt, aber er gehe unvorbelastet in etwaige Gespräche.

Ein derartiges Gespräch auf neutralem Boden will Bürgermeister Maximilian Titz (ÖVP) noch im Februar anbieten: „Der erste Schritt ist getan, es könnte sich etwas bewegen.“

Auch sein Amtsvorgänger Alfred Stachelberger (SPÖ) steht einer Annäherung der beiden Nachbarwehren positiv gegenüber, aber: „Das muss von den Wehren selbst ausgehen.“ Die Gemeinde habe sich in der Vergangenheit nicht eingemischt, das solle auch so bleiben. Der einzige bisherige Zusammenschluss der FF St. Andrä und Wördern wäre von den Wehren selbst getragen worden.