Erstellt am 02. Juni 2016, 14:44

Exkursion zu jüdischen Denkmäler in Wien. Die Militärgymnasiasten der 6b unternahmen am 18. Mai 2016 mit ihrer Religionsprofessorin Dr. Marianna Komáromi einen Ganztagesausflug zu den jüdischen Denkmälern in Wien.

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Der erste Punkt bei dem Ausflug war das Jüdische Museum Wien. Dort erlebten die Schüler/innen eine interessante Form der Weiterbildung: Jeder Zweiter erhielt eine Fotografie, und zu zweit mussten sie sich dann dazu äußern. Bilder zeigten den  jüdischen Alltag in der Zeit des Nationalsozialismus und Szenen des Antisemitismus.

Vom Reisen, vom Verlassen-Werden und Verlassen-Müssen, von Heimat und Exil, vom Ankommen und vom Bleiben erzählen viele, oft kleine und unscheinbare Objekte im Jüdischen Museum Wien. Wer eine Geschichte hat, hat eine Heimat. Wer im Moment keine Heimat hat, hat trotzdem auch eine Geschichte.

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„Wir hatten einen jungen Guide, Aron Rosenfeld, der wie ein lebendes Fachbuch ist, und er hat einen guten Zugang, ist authentisch und er weiß einfach alles!“ schilderte Florian voller Faszination. Die Militärgymnasiasten erlebten einen Stadtspaziergang der anderen Art durch die Bundeshauptstadt.

In Wien kann man gleichzeitig an jüdischer Geschichte und Gegenwart vorbeigehen, wenn man weiß, wo man hinschauen muss. Der Rundgang begann in der Seitenstettengasse und endete auf dem Judenplatz. „An dem Tag, wo wir in Wien waren, wurde die Ausstellung gerade eröffnet“ erinnert sich Florian, die Wiener Synagogen waren bis zu ihrer Zerstörung 1938 ein wesentlicher Bestandteil der Wiener Stadtarchitektur und Stadtkultur.

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Virtuelle Rekonstruktionen ermöglichen heute einen erhellenden Einblick in diese nicht mehr existenten Wiener Räume. Das Denkmal „Niemals vergessen“ und manche Gedenktafeln in der Wiener Innenstadt beeindruckten die Militärgymnasiasten sehr. Zum Schluss unter der Erde, direkt unter dem Denkmal waren die Fundamente einer ehemaligen Synagoge zu sehen. Dies rundeten das Besichtigungsprogramm schließlich ab, der Stadttempel war leider total ausgebucht.

 „Die Geschichte der Wiener Juden ist wirklich zutiefst beeindruckend“ meinte Florian nach seiner Rückkehr, „Ein tolles Programm!“ „Die Schülerinnen und Schüler waren gefordert und wurden wirklich gefördert“ resümiert die Pädagogin zur Exkursion.