Erstellt am 23. Dezember 2015, 11:36

FH Wiener Neustadt: Scharnhorst geht. Nach fünf Jahren als Geschäftsführerin verzichtet Susanne Scharnhorst auf Wunsch auf eine Vertragsverlängerung.

 |  NOEN, Franz Baldauf

Seit wenigen Wochen ist die Geschäftsführung der Fachhochschule Wiener Neustadt ausgeschrieben. Jetzt ist eines fix: Die bisherige Chefin, Susanne Scharnhorst, wird keine zweite Funktionsperiode an der FH sein. Die vom Salzburger Landestheater nach Wiener Neustadt gewechselte Geschäftsführerin verzichtet darauf, sich zu bewerben. Mit Ende Jänner 2016 tritt Susanne Scharnhorst nach fünf Jahren als Geschäftsführerin der FH zurück. Das wurde bereits mit einem der Eigentümer, vertreten durch den ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger, besprochen und akkordiert.

Susanne Scharnhorst übernahm 2010 die Geschäftsführung der FH mit der Vorgabe, die Fachhochschule intern neu zu strukturieren. Sie sollte die Bildungseinrichtung fit machen für die Herausforderungen der Zeitspanne bis 2025. In den fünf Jahren Funktionsperiode der scheidenden Geschäftsführerin wurden viele Punkte umgesetzt: Die duale Hochschulleitung, die Implementierung eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems sowie die Erarbeitung der zukunftsweisenden „Strategie 2025“. Diese skizziert den Weg der FH für die nächsten zehn Jahre.

Nun wird positiv auf das Erreichte der letzten fünf Jahre zurückgeblickt. ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger bestätigt, dass die Zielerreichung keine Punkte offenlässt: „In den vergangenen Jahren hat Susanne Scharnhorst die FH Wiener Neustadt mit sicherer Hand geführt und maßgeblich zur kontinuierlichen Weiterentwicklung beigetragen.“ Neben neuen Studiengängen habe sich die Bildungseinrichtung auch in diversen Rankings behauptet. Außerdem habe Scharnhorst die Übernahme der Fern-FH und die geplante Erweiterung der FH am Standort Karmeliterkirche erfolgreich eingeleitet. Den Schritt, sich für die Funktion des Geschäftsführers nicht mehr zu bewerben, nehme er mit Bedauern zur Kenntnis.

„Es war eine spannende, aber auch sehr fordernde Zeit“, resümiert Susanne Scharnhorst. Die Fachhochschule und ihre Mitarbeiter zu verlassen sei keine leichte Entscheidung gewesen, dennoch sehe sie es als guten Zeitpunkt. Immerhin könne sie ihrem Nachfolger mit der FH Wiener Neustadt eine der Top-Fachhochschulen Österreichs übergeben, so Scharnhorst.