Erstellt am 04. März 2016, 15:44

von Andreas Kössl

Bildung am Datenhighway. Bandbreiten an Bundesschulen bislang nicht ausreichend. HTL, HAK und BRG wurden von Kabelplus an schnelles Glasfasernetz angebunden.

HTL-Schulsprecherin Kristin Dietl-Schuller, die HTL-Schüler Thomas Scherzer, Mario Penzendorfer und Michael Leichtfried, HAK-Schulsprecher Marco Großmann und BRG-Schulsprecher Matthias Kohlbauer (vorne, v.l.), Werner Marka (kabelplus), HTL-Direktor Harald Rebhandl, die HTL-Pädagogen Josef Leichtfried und Johannes Hörndler, Firmenchef Alois Pichler, Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, HAK-Direktor Franz Hofleitner und BRG-Direktor Christian Sitz (hinten, v.l.) mit dem Feldroboter vor der Schule.  |  NOEN, Kössl

Schnelles Internet ist auch an den Bildungseinrichtungen ein großes Thema. Anfang Februar konnten nun die drei Waidhofner Bundesschulen an den Daten-Highway angebunden werden.

Gelungen sei dies durch eine „gemeinsame Kraftanstrengung“, berichtete Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger am Freitag bei einem Pressegespräch an der HTL. Nachdem man festgestellt habe, dass die Internet-Verbindungen an den Schulstandorten nicht ausreichend seien, habe man mit der Kabelplus AG einen Cluster gegründet und so HTL, BRG und HAK an das Glasfasernetz angebunden. „Somit konnten wir die Bandbreiten an den Schulen deutlich erhöhen“, freut sich Hanger.

„Die Glasfaserinfrastruktur war vorhanden“, berichtete Werner Marka von Kabelplus. „Es waren somit nur mehr die Anschlüsse notwendig.“ Auch die Direktoren und Schüler von HTL, BRG und HAK zeigten sich von der Anbindung an den Datenhighway begeistert, schließlich recherchieren die Schüler an allen drei Schulen viel im Internet. „Wir sind seit 2010 mit 8 Megabit pro Sekunde an das Glasfasernetz angeschlossen. Nun können wir zu den gleichen Kosten auf 30 Megabit pro Sekunde erhöhen“, sagte BRG-Direktor Christian Sitz.

Schnelles Internet für Robotorüberwachung

Für ein größeres Datenpaket von 70 Mb/s hat man sich an der HTL entschieden. „Wir haben die meiste Anzahl von Schülern“, so HTL-Direktor Harald Rebhandl. Zudem werde an der Schule in vielen Fächern eine schnelle Internetverbindung benötigt. Das machten dann auch zwei Diplomarbeitsprojekte von HTL-Schülern deutlich: Ein in Kooperation mit der TU Wien und dem Josephinum Wieselburg entwickelter Feldrobotor, der autonom Unkraut erkennt und entfernt und ein von der TU Wien entwickelter und der HTL Waidhofen gebauter Robotor für die „Nano_Trench“-Glasfaserverlegung der Firma Pichler. Beide Robotor konnten via Live-Stream am Bildschirm bei der Arbeit beobachtet werden.