Erstellt am 20. November 2015, 05:38

von Michael Schwab

Gemeinsam helfen. Feuerwehr feierte als drittälteste Wehr im Gemeindegebiet, Kommandant wünscht sich Feuerwehr-Nachwuchs.

Bei der 125-Jahr-Feier der FF Oedt/Wild in der Kapelle: der Obmann des ÖKB Groß Siegharts, Franz Mayer, Bundesratsabgeordneter Eduard Köck, Erwin Engelbrecht, Verwalter Markus Friedl, Prior Andreas Brandtner, Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais, Bürgermeister Helmut Schuecker, Kommandant Roland Rabl, Vizebürgermeister Alfred Fasching, Bezirkshauptmann Günter Stöger, Unterabschnittskommandant Johann Philipp, Bezirksfeuerwehrkommandant Manfred Damberger und Abschnittskommandant Kurt Liball.  |  NOEN, Michael Schwab

Ihr 125-jähriges Bestandsjubiläum feierte die Freiwillige Feuerwehr Oedt/Wild am Sonntag mit einer Festmesse, die von Prior H. Andreas Brandtner zelebriert wurde.

Nach einer Kranzniederlegung im Gedenken an die Gefallen der beiden Weltkriege und alle verstorbenen Feuerwehrmitglieder gab Kommandant Roland Rabl einen Überblick über die Geschichte der Wehr, die im Jahr 1890 gegründet wurde und damit die drittälteste Feuerwehr im Gemeindegebiet von Ludweis-Aigen ist. Rabl berichtete von den Hochwassereinsätzen 2002 und 2006 und vom Stromausfall in Oedt während des Eisbruches im Dezember des vergangenen Jahres.

„Ich würde mir wünschen, dass alle im richtigen Alter zur Feuerwehr gehen, das wäre sehr wichtig, um den Mannschaftsstand zu erhalten“, äußerte Rabl noch einen Wunsch.

Franz Mayer, der Obmann des ÖKB Groß Siegharts, ging in seiner Rede auf die Terroranschläge in Paris ein.

Jeder Zweite ist bei der Feuerwehr Oedt

Bürgermeister Helmut Schuecker hob die starke Verwurzelung der Feuerwehr im Ort hervor. „Jeder Zweite in Oedt ist bei der Feuerwehr. Im Gemeindegebiet ist es im Schnitt jeder Dritte“, erklärte er.

Abschnittsfeuerwehrkommandant Kurt Liball meinte scherzhaft, die Einsatzübersicht höre sich an wie bei einer Großfeuerwehr. „Wenn etwas im Ort passiert, ist die Feuerwehr die erste Anlaufstelle“, meinte er.

„Das Ziel der Feuerwehr ist es zusammenzuhelfen, wenn der Einzelne nicht mehr weiter kann“, sprach Bezirkshauptmann Günter Stöger. Bundesratsabgeordneter Eduard Köck beschrieb den Wandel des Einsatzspektrums und ging auf die sinkende Motivation ein, sich in der Feuerwehr zu engagieren. „Wenn man im Wohlstand lebt, glaubt man, man braucht niemanden, der auf einen aufpasst“ mahnte Köck.

„Die Feuerwehr ist eine Organisation, die Verantwortung lebt, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Menschen“, betonte Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais. Bezirksfeuerwehrkommandant Manfred Damberger hatte dann das letzte Wort: „Es ist eine Auszeichnung für eine Ortschaft, dass so viele Gäste gekommen sind.“