Erstellt am 24. September 2015, 05:52

von Michael Schwab

Einsatz für den Frieden. Der Präsident des Kameradschaftsbundes NÖ beschrieb den Wandel von einer Schicksalsgemeinschaft hin zu einer sozial engagierten Wertegemeinschaft.

Die Verbände und Ehrengäste versammelten sich auf dem Schlossplatz: Michael Litschauer, Bürgermeister Gerald Matzinger, Josef Wiesinger, Andreas Peschel, Rudolf Friedrich, Brigitta Wiesinger, Peter Neißl, Anton Koczur, der Ehrenpräsident des ÖKB NÖ Adolf Monihart, ÖKB NÖ - Präsident Franz Teszar, der Bürgermeister von Ludweis-Aigen Helmut Schuecker, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Pinkl, Bundesratsabgeordneter Eduard Köck, Markus Winter, der Dietmannser Bürgermeister Harald Hofbauer, Vizebürgermeister Christian Kopecek, Sonja Hofbauer, Ulrich Achleitner, Hans Widlroither, Karlheinz Pieringer, Ferdinand Gudenus, ÖKB-Stadtverbandsobmann Franz Mayer und Franz Groß.  |  NOEN, Michael Schwab

Mit einem Hauptbezirkstreffen feierte der Stadtverband Groß Siegharts des Österreichischen Kameradschaftsbundes (ÖKB) am vergangenen Sonntag sein 140-jähriges Bestehen.

Gegründet am 17. Jänner 1875 auf Anregung von Karl Ludwig Graf von Grünne, der damals Adjutant und Hofhalter des jungen Thronfolgers Franz Joseph war, kann der ÖKB Stadtverband Groß Siegharts auf eine lange, wechselhafte Tradition zurückblicken.

Mit einem gemeinsamen Marsch und einer Kranzniederlegung beim Kriegerdenkmal wurde allen gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden gedacht. „Der heutige Tag soll als große Bitte für den Frieden stehen“, appellierte Stadtpfarrer Josef Pichler, der das Thema auch in seiner Predigt bei der anschließenden Festmesse erneut aufgriff und den Kameradschaftsbund als Friedensbewegung bezeichnete, getragen von Menschen, die die Gräuel des Krieges erlebt haben.

Vergangenes unvergessen machen

Obmann Franz Mayer bekräftigte diese Friedensaufgabe in seiner Begrüßungsrede zum Festakt. „Der ÖKB zeigt immer wieder, dass er eine Organisation ist, die Vergangenes unvergessen macht, und sich für den Frieden einsetzt. Man darf nicht vergessen, welches Leid die beiden Weltkriege gebracht haben, und man darf auch nicht vergessen, dass es heute auf der Welt insgesamt mehr Kriege gibt als vor dem zweiten Weltkrieg“, betonte Bürgermeister Gerald Matzinger in seiner Ansprache. Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Pinkl mahnte, dass jeder einzelne Bürger aufgerufen sei, sich dafür einzusetzen, dass der Weg der Menschheit in eine bessere Zukunft führe.

Bundesratsabgeordneter Eduard Köck ging auf die Angst der Menschen ein, angesichts der Flüchtlingswelle Wohlstand und kulturelle Errungenschaften zu verlieren. „Wir müssen zuerst unsere eigenen Traditionen pflegen und leben, dann brauchen wir vor denen, die zu ihrer Kultur und Religion stehen, keine Angst haben. Gelingt uns das nicht, ist kein Zaun hoch genug“, fand Köck klare Worte.

Zum Schluss beschrieb noch der Präsident des ÖKB Niederösterreich Franz Teszar den Wandel des ÖKB von einer Schicksalsgemeinschaft hin zu einer Wertegemeinschaft, die Krieg, Gewalt und Hass ächtet, sich für die Mitmenschen und den Frieden einsetzt, und zugleich zur Republik Österreich als Heimat steht. „Ich möchte mich heute auch beim jetzigen Obmann für die stete, oft stille Arbeit bedanken, die nötig ist, um die Aufgaben des Kameradschaftsbundes zu erfüllen“ schloss Teszar.