Erstellt am 08. Oktober 2015, 05:52

von Renate Müllner

Blick hinter Kulissen. Mit Humor wurden in dem kabarettistischen Stück "Backstage" Einblicke in die verborgene Theaterarbeit gewährt.

Reggiseur und Moderator Ewald Polacek übergab den Schauspielern Ulrike Hassler, Lukas Honeder, Willi Kainz, Johann Kargl, Renate Neunteufel, Laura Ozlberger, Dorian Puchinger, Joachim Schübl, Katharina Suchy, Walter Weber, Naemi Wessely und Eveline Winter die Premierenrose.  |  NOEN, Renate Müllner

Wie es hinter den Kulissen eines Theaters aussieht, bekamen die Gäste zum 20. Geburtstag des Theater an der Mauer am vergangenen Samstag mit warmen Humor serviert. Und zwar mit der kabarettistischen Premiere „Backstage - Hinter den Kulissen des Theaters“.

Regisseur und Moderator Ewald Polacek ließ sich bei der Eröffnung des Stückes zu einer spannenden Zeitreise hinreißen: „Vor zwanzig Jahren begann hier ein Häufchen von 18 Leuten die erste Theaterwerkstatt, damals hatten wir ungefähr acht Aufführungen pro Jahr, jetzt sind es bereits 90.“

Danach fand man sich auch schon inmitten eines Schauspielerlebens wieder. Die Akteure gaben Einblicke in das Verhalten vor einem Auftritt. Da wurde theatralisch, sich an den Kopf greifend herumgegangen, Texte gelernt und Zungenbrecher wie „Fischers Fritz fischt frische Fische“ aufgesagt. Auch konnte sich das Publikum bei den Atemübungen aus dem Internet den einen oder anderen Lacher nicht verkneifen.

Einen satirischen Blick warf man auf die Rollenverteilung im Studio Junior und das Sprichwort „bluten für eine Rolle“ bekam eine ganz neue Bedeutung. Auch die Diva wurde ihrem Namen gerecht dargestellt. In einem Sketch zeigten die Schauspieler, dass der Regisseur seine Vorstellungen über ein Stück hat, doch die Diva ihre ganz Eigenen.

Brutale Realität in der Damenkabine

Es wurden Einblicke in die brutale Realität einer Damenkabine gegeben und Kniffe zur Hilfestellung beim Erlernen eines Textes gezeigt. Unverblümt und witzig wurde dann die Rolle der Souffleuse dargestellt. Die Besonderheit des TAM ist seit jeher, dass viele der Texte von Ensemble-Mitgliedern bzw. der dramatischen Schreibwerkstatt stammen.

So wurde das Wort Backstage von Viktoria Kutil auseinandergenommen und in einen gar nicht mal so unwahrscheinlichen Dialog verpackt. Des Weiteren beschäftigte sie sich auch mit dem Schrecken eines jeden Schauspielers - dem Lampenfieber. Edith Hofmann schrieb für dieses Stück „Bühne frei“ und gab damit Einblicke hinter den Vorhang einer Bühne.