Erstellt am 02. Dezember 2015, 02:13

von Michael Schwab

300 wurden angelobt. Rekruten aus drei Bataillonen von Allentsteig, Mistelbach und Wels legten ihr Gelöbnis am Schlossplatz in Groß Siegharts ab.

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Über 300 Rekruten des Aufklärungs- und Artilleriebataillons 4 (AAB4) aus Allentsteig, des Aufklärungs- und Artilleriebataillons 3 (AAB3) aus Mistelbach und des Panzerbataillons 14 aus Wels legten am vergangenen Freitag am Schlossplatz in Groß Siegharts ihr Gelöbnis ab.

Vor der Angelobungsfeier stellte das AAB4 Ausrüstung und Gerätschaften aus, ehe gegen 15.45 Uhr der Aufmarsch der Soldaten begann. In Reih und Glied nahmen die Rekruten am Schlossplatz Aufstellung. Gerhard Witzmann wies die zahlreichen Zuschauer in den Ablauf der Feier ein.



Bürgermeister Gerald Matzinger begrüßte die Gäste und freute sich über die große Ehre, welche der Stadt nach 20 Jahren wieder durch eine Angelobung zuteil werde. „Gerade, wenn der Terror ein neues Schreckgespenst hervorbringt, darf man wieder auf das Bundesheer setzen“, hob Matzinger hervor.
Militärkurat Oliver Hartl wies auf das Gewicht hin, das auf den Schultern einfacher Soldaten laste. Es ginge nicht um das glorreiche Kämpfen, sondern ums Ausharren und um das Tragen von Lasten für andere Menschen, damit deren Lebensgebäude nicht einstürze.

Man hat als Bürger selbst einen
Beitrag zu leisten, damit wir in
einem sicheren Land leben können“

Landtagsabgeordneter Johann Hofbauer gab ein klares Bekenntnis zum Bundesheer und zur allgemeinen Wehrpflicht ab. „Man hat als Bürger selbst einen Beitrag zu leisten, damit wir in einem sicheren Land leben können“, betonte Hofbauer. Der niederösterreichische Militärkommandant Rudolf Striedinger gratulierte den versammelten Rekruten zu ihrem Entschluss, den Wehrdienst zu leisten.

„Wir befinden uns in einer herausfordernden Situation, derzeit sind über 1.000 Soldaten im Ausland und über 2.000 im Inland im Einsatz. Es könnte durchaus sein, dass auch einige von Ihnen noch im Inland zum Einsatz kommen. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie das österreichische Bundesheer repräsentieren. Wir sind die Staatsmacht und haben verantwortungsvoll zu handeln, wobei wir persönliche Auffassungen auch einmal hintanstellen müssen“, wandte sich Striedinger an die Rekruten.

Landesrat Maurice Androsch mahnte, den Eid zu verinnerlichen, und wünschte den Soldaten Kameradschaft und dass sie das Handwerkzeug erlernen mögen, um die Sicherheit Österreichs zu gewährleisten.

Danach folgte der Höhepunkt - das Verlesen des Gelöbnisses und der gleichzeitige Ruf der mehr als 300 Rekruten „Ich gelobe!“, gefolgt von der Landeshymne als Abschluss.