Erstellt am 13. Oktober 2016, 06:23

von René Denk

Oswald Topf ist stolz auf seinen Schüler. Klaus Hölzl schaffte es auf Anhieb in den Restaurantführer „A la Carte“ - wie auch sein Haubenkoch-Lehrmeister.

Klaus Hölzl und Melanie Strommer freuen sich über einen Stern und 59 Punkte im Restaurantführer „A la Carte“.  |  NOEN, Wolfgang Jöch

Haubenkoch Oswald Topf und Klaus Hölzl schafften es mit ihren Lokalen, im Restaurantführer „A la Carte“ ausgezeichnet zu werden.

Dabei wurde der Landgasthof „Zum Topf“ in Kaltenbach mit zwei Sternen und 63 Punkten bedacht, das Lokal „Auszeit“ in Gastern mit 59 Punkten und einem Stern. Hölzls Lokal hat erst seit Mitte April geöffnet und ist somit das erste Mal dabei. Er wurde auch schon vom „Österreichischen Wirtshausführer“ zum Aufsteiger des Jahres gekürt.

Der Kaltenbacher Haubenkoch Oswald Topf wurde nach seiner Bestätigung der Haube im Restaurantführer „Gault Millau“ auch wieder bei „A la Carte“ stark gepunktet. Er freut sich auch für seinen ehemaligen Schüler Klaus Hölzl, der es ebenfalls schon in den Restaurantguide geschafft hat.  |  NÖN/René Denk, René Denk

„Ich bin stolz auf Klaus“, meint Topf zu seinem ehemaligen Schüler. „Das zeigt, dass er meine Ausbildung ernst genommen hat. Und es zeigt auch, dass man es in Österreich zu etwas bringen kann, wenn man einen Lehrberuf ergreift und eine gute Ausbildung genießt“, so Topf.

Der Haubenkoch ist glücklich, dass er in sämtlichen Gourmetführern Österreichs geführt wird. Das sei eine tolle Auszeichnung. „Wunderbarer Gasthof im tiefsten Waldviertel, der sich aus gutem Grund über einen sehr regen Besucherzustrom freuen darf“, lobt „A la Carte“ den Landgasthof. „Oswald Topf kocht auch einfach hinreißend, bodenständig, regionsverbunden, saisonal, weltoffen, inspiriert und voller Ideen, die einfach Spaß und kulinarisch Sinn machen“, heißt es im Restaurantführer weiter.

Alte Getreidesorten wurden hervorgehoben

Hölzl freut sich sehr, dass er es auf Anhieb in den renommierten Restaurant-Guide mit einem Stern geschafft hat. „59 Punkte - da hat´s mich schon vom Hocker gehaut. Bestimmt war unsere Küche ausschlaggebend“, so Hölzl im NÖN-Gespräch.

Hervorgehoben wurde er für die Verwendung von alten Getreidesorten in vielerlei Hinsicht. „Wir wollen mit unseren Gerichten den Gästen ein Erlebnis bieten und zeigen, dass man abseits der normalen Wirtshausküche etwas bieten kann, ohne dass Sie in ein Schickimicki-Lokal gehen müssen“, betont Hölzl.

Produkte aus der Region

Ihm liegt es am Herzen, mit Produkten aus der Region zu kochen. Seine alten Getreidesorten wie Waldstaudekorn etc. kommen zum Beispiel vom Meierhof aus Peigarten. „Sie sind für eine moderne Küche top-interessant und viel gesünder als normaler Weizen“, sagt Hölzl, der wegen der kritisierten Gerichte auch einen starken Verdacht hat, wer die Tester waren.

Diese Personen hätten sehr viel über Küche und Produkte nachgefragt. Seine Freundin Melanie Strommer, die als Quereinsteigerin bei ihm im Service arbeitet, hätte dabei auch eine tolle Leistung erbracht. „Sie hat sehr kompetent Auskunft gegeben und war auch sehr zuvorkommend. Ich bin stolz auf sie“, freut sich Hölzl.

Als „Tipp“ (ohne Bewertung) wird im „A la Carte“ auch das Waidhofner Lokal Foggy Mix angeführt.