Erstellt am 15. Februar 2016, 18:04

von APA/Red

Acht "Fünfer" in Volksschule: Kritik vom Elternverein. In der vorigen Woche entbrannte eine Diskussion um mehrere "Sitzenbleiber" in der Volksschule in Groß-Siegharts (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya) im vergangenen Schuljahr. Nun hat sich der Vorstand des Elternvereins zu Wort gemeldet.

 |  NOEN, Symbolbild

Man sah einen erheblichen Imageschaden für die Schule, den die Lehrer und Schüler nicht verdient hätten. Die betroffene Lehrerin sei als kompetente Pädagogin bekannt.

"Wir fragen uns, ob es eine für die Volksanwaltschaft gerechtfertigte Vorgehensweise ist, die Medien mit polemischen Pressemitteilungen zu informieren, bevor man mit der entsprechenden Schule Kontakt aufnimmt und dort nachfragt, wie es überhaupt dazu kommen konnte", hieß es in der Aussendung. Nach Informationen des Elternvereins hätten weder die Schule noch der Schulinspektor die Möglichkeit gehabt, sich zu rechtfertigen, und auch erst aus den Medien von den Anschuldigungen erfahren.

Kritik an "rufschädigenden" Ermittlungen 

Man könne die von der Volksanwaltschaft getätigten Aussagen über die pädagogischen Fähigkeiten und die Zurückstufung wegen der Schülerzahlen in den Klassen nicht nachvollziehen, hieß es weiter. Nach Meinung des Elternvereins ist es zu den Rückstufungen hauptsächlich durch mehrere Lehrerwechsel, die mit der Erkrankung der Klassenlehrerin ihren Beginn nahmen, und einige Eltern, die eine Führung ihrer Kinder als Vorschüler im ersten Schuljahr abgelehnt hätten, gekommen.

Eingeräumt wurde in der Stellungnahme das Recht auf Beschwerde, wenn sich eine Familie ungerecht behandelt fühle. In Ordnung seien in einem Verdachtsfall auch Ermittlungen, deren Art und Weise wurde allerdings als "rufschädigend" scharf kritisiert.

Die Volksanwaltschaft hatte in der Vorwoche von neun "Sitzenbleibern" in einer dritten VS-Klasse gesprochen und ein amtswegiges Prüfverfahren angekündigt. Hinterfragt werden soll demnach, ob die pädagogische Qualität des Unterrichts überprüft wurde. Weiters lägen Informationen vor, dass die nächstfolgende "kleine" Klasse mit Schülern "aufgefüllt" werden sollte. Dem zuständigen Pflichtschulinspektor zufolge habe es sich um eine "außerordentlich leistungsschwache Klasse vom Schuleintritt weg" gehandelt.

NÖN.at berichtete: