Erstellt am 02. Oktober 2015, 06:17

von René Denk

1,8 Millionen investiert. Saubermacher und Stark kooperieren in Waidhofen und schaffen dadurch 15 Arbeitsplätze. Synergieeffekte mit Kompostierplatz können genutzt werden.

Start der Bauarbeiten für das neue Altstoffsammelzentrum in Waidhofen. Im Bild: Markus Brinnich, Abfallwirtschaftsverbands-Geschäftsführer Robert Altschach, Obfrau Anette Töpfl, Saubermacher-Prokurist Torsten Klingelhöfer, Betriebsleiter Stefan Göth und Geschäftsführer Gottfried Stark.  |  NOEN, René Denk

Startschuss für den Bau des neuen Altstoffsammelzentrums (ASZ) Waidhofen. In der Vorwoche wurde mit den Erdarbeiten durch die Firma Brinnich begonnen. Der positive Bescheid des Landes war Mitte September zugestellt worden.

Das neue Zentrum befindet sich etwas abgelegen von der Straße Waidhofen - Brunn (am Stadtteich) neben der Kompostieranlage der Firma Saubermacher. Es soll drei Aufgaben erfüllen: Zum Ersten stellt das ASZ das zentrale Lager für die elf kleineren Zentren des Bezirks dar, zum Zweiten ist es als Altstoffsammelzentrum für die Bürger Waidhofens gedacht. Neben diesen beiden Punkten, die bereits das alte und mittlerweile zu kleine ASZ in Altwaidhofen erfüllte, wird beim neuen Zentrum auch der Firmensitz der Ende September 2014 gegründeten „Sauber + Stark GmbH“ in Waidhofen etabliert werden.

Mit der GmbH festigten die Firma Saubermacher und die Firma Stark aus Irnfritz, die schon seit 2007 miteinander kooperiern, ihre Arbeitsgemeinschaft, meint Prokurist Thorsten Klingelhöfer von der Saubermacher Dienstleistungs AG. Über kurz oder lang hätte eine Lösung für ein neues ASZ getroffen werden müssen, da das alte Sammelzentrum nicht mehr dem Stand der Technik entspricht, betont Klingelhöfer weiter.

"Besonders freut es mich, dass wir nun
den ersten Entsorgungsbetrieb in Waidhofen ansiedeln konnten!“
Bürgermeister Robert Altschach

So wurde am Stadtteich ein 9.600 m großes Grundstück von der Stadtgemeinde angekauft und es werden - von Klingelhöfer geschätzt - rund 1,8 Millionen Euro am Standort investiert. Gottfried Stark erläutert: „Wir werden ein Gebäude mit der Möglichkeit zur Abwaage der Abfälle im Eingangsbereich errichten. In Summe sollen in der weiteren Ausbauphase dann 15 Mitarbeiter am Standort arbeiten.“ Die 15 Mitarbeiter bestehen zum einen aus den Kräften, die zu den elf kleineren Altstoffsammelzentren der Gemeinden des Bezirks fahren, zum anderen will man als Subfirma die Abfallhausabholungen für Saubermacher erledigen.

„Ich sehe es als starkes Bekenntnis zur Region, denn die Dienstleistung und die Wertschöpfung bleibt dann vor Ort“, betont Stark im NÖN-Gespräch. Klingelhöfer streicht noch einen wichtigen Punkt hervor: „Wir können dann auch die Synergieeffekte mit unserem Kompostplatz nutzen. Das ist auch ein Vorteil für die Bürger, die in Zukunft ihren Müll anliefern und gleich den Fertigkompost bei Bedarf wieder mitnehmen können.“

Je nach Witterung möchte man jedenfalls im Juni nächsten Jahres den neuen Firmenstandort und das Altstoffsammelzentrum eröffnen. Abfallwirtschaftsverbands-Obfrau Anette Töpfl freut es sehr, dass mit der Fertigstellung des neuen Altstoffsammelzentrums das flächendeckende ASZ-System fertig sein wird. „Durch die Entscheidung, auch in den kleineren Gemeinden Altstoffsammelzentren zu errichten, handelt der Bezirk derzeit gegen den Trend, aber wir arbeiten dafür bürgernäher“, betont Töpfl.

„Wir haben 2007 mit diesen beiden Firmen einen privaten Betreiber gefunden. Besonders freut es mich aber auch als Bürgermeister, dass wir nun den ersten Entsorgungsbetrieb in Waidhofen ansiedeln konnten“, streicht Abfallverbands-Geschäftsführer Robert Altschach hervor.