Erstellt am 25. Mai 2016, 07:14

von Michael Schwab

„Aufgabe ist aktueller denn je“. Über 300 Rekruten legten am Sportplatz in Pfaffenschlag ihr Treuegelöbnis ab.

Eine Gruppe von Rekruten des AAB 4 beim Sprechen des Treuegelöbnisses.  |  NOEN, Michael Schwab

Knapp über 300 Rekruten des Einrückungstermins Mai des Aufklärungs- und Artilleriebatallions 4 (AAB 4 - Horn und Allentsteig), des Jägerbatallions 12 (Amstetten) sowie Funktionssoldaten des Jagdkommandos aus Wiener Neustadt marschierten am vergangenen Freitag zur Angelobung am Sportplatz auf.

Bürgermeister Willibald Pollak begrüßte die zahlreichen Besucher und freute sich, dass es nach zehn Jahren wieder gelungen ist, eine Angelobung nach Pfaffenschlag zu bringen.

„Die Bevölkerung weiß ein Heer, auf das sie sich verlassen kann, zu schätzen, gerade im Hinblick auf die Flüchtlingskrise“, hob Pollak in seiner Begrüßungsrede hervor. Gerhard Witzmann führte durch den Ablauf, das Kommando über die Angelobung hatte Christoph Kerschner.

Christian Riener, der Kommandant der 4. Panzergrenadierbrigade, wandte sich an die Rekruten: „Sie erfüllen eine verantwortungsvolle, zutiefst notwendige und gesetzlich verankerte Aufgabe - ihrem Land uneingennützig für eine bestimmte Zeit zu dienen.“ Riener betonte, dass durch die Migration und sicherheitsrelevante Ereignisse innerhalb und außerhalb Europas die Aufgabe des Bundesheeres, Sicherheit für die Bevölkerung herzustellen, aktueller den je sei.

Einschränkung und Verzicht

Dienen bedeute aber auch Einschränkung und Verzicht und die Ausführung unangehmer Aufgaben. „Für eine demokratische Gesellschaft und vor allem für junge Menschen ist der Dienst im Bundesheer eine sinnvolle Erfahrung. Vieles davon werden Sie erst später zu schätzen wissen. Seien Sie stolz, als Bundesheer Sicherheit zu schaffen und unsere Heimat zu schützen“, schärfte Riener den Rekruten ein.

Landtagsabgeordneter Franz Mold bezeichnete in seiner Ansprache das Bundesheer als ein bewährtes Instrument, um die staatliche Souveränität und unsere Werte zu schützen und wünschte den Rekruten für ihren Wehrdienst alles Gute.

Anschließend betrat der Kommandant des AAB 4, Reinhard Lemp, das Rednerpult. Er sprach das Treuegelöbnis vor, das die Rekruten im Chor wiederholten. Als krönender Abschluss wurde ein historisches Geschütz, dass am Hügel außerhalb des Sportplatzes aufgestellt worden war, drei Mal abgefeuert. Und eine Plakette als Andenken an diesen Tag gab es für den Bürgermeister auch noch. Lemp überreichte das Geschenk und erhielt im Gegenzug eine Plakette mit dem Pfaffenschläger Gemeindewappen.