Erstellt am 05. November 2015, 06:07

von René Denk

Weiter größter Rückgang an Arbeitslosen. Der Bezirk Waidhofen verzeichnet auch im Oktober den stärksten relativen Rückgang an Arbeitslosen in Niederösterreich und stellt sich weiterhin stark gegen den Landestrend.

 |  NOEN, APA (Archiv)

Den besten relativen Rückgang an Arbeitslosen in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober verzeichnet der Bezirk: Mit 5,3 Prozent (34) weniger an Arbeitslosen verhält er sich weiterhin gegen den niederösterreichischen (+8,1%) und österreichischen (+5,6%) Trend. Bereits im Vormonat war Waidhofen die beste AMS-Region Niederösterreichs.

Zu den 34 Arbeitslosen weniger sind zusätzlich noch 53 Personen weniger in Schulung (Personen in AMS-Kursen zählen nicht zu den Arbeitslosen). Zählt man diese noch hinzu, so hätte der Bezirk 87 Personen weniger, die arbeitslos vorgemerkt sind. Nur vier Bezirke hatten in Niederösterreich einen Rückgang an Arbeitslosen zu verzeichnen. Waidhofen folgt Scheibbs mit minus 4,6 Prozent, Melk mit minus 4,5 Prozent und Lilienfeld mit minus 2,5 Prozent. Alle anderen Bezirke waren positiv. Wie im September kommt der negative Spitzenreiter beim relativen Arbeitslosenzulauf aus dem Waldviertel. Aber: Horn löst mit einem Plus von 28,1 Prozent (186 Personen mehr) Zwettl (+15,8 Prozent) ab. Gmünd hat einen Zulauf von 5,7 Prozent.

Rückgang in fast allen Bereichen

AMS-Bezirksstellenleiterin Edith Zach kann sich die guten Zahlen gegen den Trend nicht anders erklären, als dass in der Region das AMS und die Unternehmen sehr gut miteinander kooperieren und die Betriebe in der Region gut aufgestellt sind. „Der Rückgang an Arbeitslosen geht nahezu durch sämtliche Bereiche“, meint die Geschäftsstellenleiterin. So sind quer durch die Wirtschaftsklassen Rückgänge zu verzeichnen. Das sind: Produktion, Bauwesen, Handel, Verkehrswesen, Beherbergung und Gastronomie und wirtschaftliche Dienstleitungen. Der einzige Bereich mit einem Anstieg ist im Gesundheits- und Sozialwesen zu verzeichnen. „Diese kommen aus dem Bereich der Heimpflege, nicht aus dem Krankenhaus. Wir bilden in diesem Bereich laufend Personen aus. Die fertig Ausgebildeten finden nicht alle gleich einen Job, aber die Nachfrage ist hier von den Arbeitgebern jedenfalls da“, meint die Waidhofner AMS-Chefin.

Auch in der Kategorisierung nach Alter oder dem Geschlecht würde es überall Rückgänge geben, betont Zach im Gespräch mit der NÖN.

ARBEITSLOSE IN DEN OKTOBERMONATEN IM BEZIRK WAIDHOFEN