Erstellt am 01. April 2016, 17:51

Aus für Gynäkologie und Geburtshilfe. Land gab Schließung der Abteilungen am Landesklinikum Waidhofen am 31. März bekannt. Bürgerbewegung organisierte Kundgebung am Krankenhausparkplatz.

Bürgermeister Robert Altschach bei seiner Stellungnahme, mit dem Groß Sieghartser Bürgermeister Gerald Matzinger, Petra Kapinus (Sprecherin "Pro Gyn Waidhofen") und Stadtrat Martin Litschauer.  |  NOEN, Michael Schwab
Eine Stimmung der Trauer lag am Donnerstagabend über den mehreren hundert Bürgern, die zur einer Kundgebung auf den Krankenhausparkplatz in Waidhofen gekommen waren. „Ich habe heute vom Büro des Landeshauptmanns Erwin Pröll und der Landeskliniken-Holding erfahren, dass die Gynäkologie und die Geburtshilfe morgen Freitag dicht sind. Wir haben uns gerade auf der Station verabschiedet“, verkündete Petra Kapinus, die Sprecherin der Bürgerinitiative „Pro Gyn Waidhofen“ niedergeschlagen und den Tränen nahe.

Die Bürgermeister Robert Altschach und Gerald Matzinger zeigten sich über die Vorgehensweise der Landesregierung schwer enttäuscht. Kritische Worte fand auch Josef Baum, der Obmann des Verkehrsforums Waldviertel. Denn das Gutachten der ausländischen Experten, welche die Schließung in den vergangenen Wochen noch einmal prüften, wurde nur in Form einer Zusammenfassung an die Bürgerinitiative und die Gemeinden ausgesendet. „Eigentlich müssten wir fordern, dass nicht zugesperrt wird, bevor uns das vollständige Gutachten vorliegt“, meinte Baum.

Petra Kapinus forderte die Anwesenden auf, die Bürgerbewegung weiter zu unterstützten. Sie will am 21. April zur „aktuellen Stunde“ in der Landtagssitzung fahren. „Wer mitfahren will, soll sich bei mir melden. Wir organisieren einen Bus“, verkündete Kapinus. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der kommenden Ausgabe der NÖN.