Erstellt am 18. Dezember 2015, 05:23

von Michael Schwab

Geschenke für alle. Flüchtlinge lernten im Pfarrhof Weihnachtsbräuche kennen, Organisatorin Gertrude Oberbauer ist mit Besuch zufrieden.

Weihnachtsfeier beim Begegnungscafé: Gerlinde Oberbauer, Gertrude Biedermann, Helga Voisy, Gertrude Grün und Nicole Monihart mit einigen Flüchtlingskindern.  |  NOEN, Michael Schwab

Weihnachtlich ging es beim Begegnungscafé im Pfarrhof am vergangenen Freitag zu. An den mit Kerzen und Schmuck dekorierten Tischen saßen Flüchtlinge und Waidhofner bunt gemischt bei Weihnachtskeksen und warmen Getränken.

Dazu gehörte dann auch ein Weihnachtslied bei Kerzenschein und ein kleines Geschenk für jeden. Das Begegnungscafé fand nun bereits zum fünften Mal statt. „Es war von Anfang an gut besucht, aber es kommen jetzt immer mehr Waidhofner. Auch heute sind wieder Leute dabei, die vorher noch nicht hier waren“, freute sich Oberbauer. Eine dieser neuen Gäste war Elfriede Monihart. „Ich habe vorige Woche am Punschstand einige Leute hässlich über die Flüchtlinge reden hören. Jetzt bin ich total positiv überrascht. Klar, die Sprachbarriere ist da, man ringt um die Verständigung, aber es funktioniert. Alle haben mir die Hand gegeben, auch die jungen Männer. Angst kann man nur abbauen, wenn man aufeinander zugeht“, betonte Monihart. Zum zweiten Mal war Irene Schlosser dabei.

Aufgabengebiete sollen verteilt werden

„Es macht mir Spaß, mich mit den Flüchtlingen, vor allem den Kindern, zu beschäftigen“, meinte Schlosser. Zum „Stammpersonal“ gehört mittlerweile Gertrude Grün. Das Konzert von „Syrian Links“ im Igel hatte sie dazu motiviert, nach Möglichkeiten zu suchen, wie man sich in der Flüchtlingsbetreuung einbringen kann. „Ich habe mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass sehr viele gebildete Menschen unter den Asylwerbern sind. Gerade diese Leute sind für Kontakte offen“, berichtete Grün. Gerlinde Oberbauer plant indessen bereits weiter. „Wir wollen Arbeitsgruppen schaffen, um die Aufgabengebiete unter uns aufzuteilen. Außerdem sollen Infos auf die Stadthomepage kommen“, kündigt Oberbauer an.