Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:22

von Redaktion Gmünd

Bezirk Waidhofen bleibt erhalten. Landeshauptmann Erwin Pröll beendet Spekulationen über eine eventuelle Auflösung des Bezirks Waidhofen an der Thaya. Bis 2018 weitere 120 Millionen für Straßenbau.

Bei den Bezirken ist keine weitere Veränderung geplant.  |  NOEN, Erich Marschik
Bilanz über ein Jahr Arbeit für das Waldviertel zog Landeshauptmann Erwin Pröll im Rahmen des Viertelstages am Montag.

Der Landeshauptmann betonte eingangs, dass es „auch andere Aufgaben außerhalb der Flüchtlings-Problematik“ gäbe. Eine große Herausforderung stelle der Arbeitsmarkt dar, der einerseits eine Rekordbeschäftigung aufweise, es andererseits trotzdem 50.000 Arbeitslose gäbe. Im Waldviertel wurden seit 2013 45 Projekte auf dem Gebiet der Betriebsansiedelung bzw. Betriebserweiterung, 610 Projekte über den Wirtschafts- und Tourismusfonds und 43 Regionalprojekte umgesetzt. Dadurch sind 13.000 Arbeitsplätze abgesichert bzw. geschaffen worden. Auch das Nächtigungsplus sei sehr erfreulich. Klein- und Mittelbetriebe sollen besser an Ausschreibungen und Aufträge der öffentlichen Hand teilhaben können, auch alle Landesgesellschaften werden gewerbeweise ausschreiben.

Infrastruktur wird verbessert

Die Infrastruktur wird derzeit durch Straßenausbau (Umfahrung Zwettl etc.) verbessert, bis 2018 sollen weitere 120 Millionen Euro „verbaut“ werden. Auch der Breitband Ausbau wird eine Investition von 150 bis 170 Millionen Euro bewirken.

Klare Worte fand der Landeshauptmann auf NÖN-Nachfrage nach einer weiteren Bezirksreform. Nach dem Ende für den Bezirk Wien-Umgebung waren immer wieder Unkenrufe unterwegs, dass es auch den beiden kleinsten Bezirken, Lilienfeld und Waidhofen „an den Kragen gehen“ könnte. „An das ist absolut nicht gedacht. Lilienfeld und Waidhofen an der Thaya sind nicht vergleichbar mit Wien-Umgebung. Niemand denkt daran, diese Bezirke infrage zu stellen“, stellte Erwin Pröll ganz klar fest.