Erstellt am 11. November 2015, 06:23

von René Denk

Bürgerinitiative "Pro Gyn" sammelt 15.467 Unterschriften. Gynäkologie und Geburtshilfe wird zusperren. Bürgerinitiative will sich weiterhin für Station stark machen.

Die Bürgeriniative »Pro Gyn« mit der Gmünder SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzenden Alexandra Weber, dem Waldkirchner ÖVP-Gemeindeparteiobmann Reinhard Ringl, Petra Kapinus und Christine Pröstling übergab ÖVP-Landesrat Karl Wilfing die Unterschriften.  |  NOEN, Privat

Nicht aufgeben wollen die Gegner der Schließung der Geburtshilfestation und Gynäkologie Waidhofen. Das Gespräch mit dem zuständigen Landesrat Karl Wilfing, das die Waidhofnerin Christine Pröstling bei der NÖN-Telefonstunde mit Landeshauptmann Erwin Pröll vereinbart hatte, fand am 7. November in Zwettl statt.

Dabei übergab die Bürgerinitiative „Pro Gyn“ 15.467 Unterschriften an den Landesrat und brachte nochmals die Argumente gegen eine Gyn-Schließung vor, wie die langen und im Winter extremen Anfahrtswege zum Beispiel aus dem Raum Litschau oder Haugschlag.

Weiter ins Feld führte die Bürgerinitiative Studien aus Nachbarländern, in denen bei Schwangerschaften mit geringem Risiko kleinere Geburtshäuser oder sogar Hausgeburten empfohlen werden, um eine Geburt in Ruhe und Würde erleben zu können. Außerdem gaben die Schließungsgegner zu bedenken, dass in geburtenstarken Monaten das Landesklinikum Zwettl nicht über genügend Kapazitäten und Betten verfüge.

Schließung bis spätestens 30. Juni

Landesrat Karl Wilfing wiederholte ebenfalls seine Positionen: Es sei eine medizinische und keine politische Entscheidung. Studien würden besagen, dass Geburtenstationen mit wenig Geburten auch qualitativ weniger leisten würden, die Sicherheit der Patientinnen läge an oberster Stelle. Weiters könnte der Notarzt- Hubschrauber im Notfall eingreifen, das Problem der langen Anfahrtswege sei kein Waldviertler Problem alleine - in anderen Regionen, zum Beispiel im Weinviertel oder auch im Raum Baden/Mödling sei dies auch der Fall.

Außerdem gehöre eine Gynäkologie und Geburtshilfestation nicht mehr zu einer medizinischen Grundversorgung. Die Schließung der Gyn Waidhofen sei beschlossen und werde bis spätestens 30. Juni über die Bühne gehen.

„Nichtsdestotrotz wird weiterhin gegen eine Schließung gekämpft. A Woidviertla - drei Leit - so einfach geben sich die Gyn-Befürworter nicht geschlagen“, meinte Petra Kapinus.

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