Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 12. April 2017, 05:14

von Hannes Ramharter

Kleinregion pachtet Bahnstrecke. Zukunftsraum Thayaland will Anschluss an die Franz-Josefs-Bahn bereit halten.

Bezirkshauptmann Günter Stöger mit dem Vorstand der Kleinregion, Gerald Matzinger, Reinhart Blumberger, Robert Altschach, Maurice Androsch, Reinhard Deimel, Eduard Köck und dem Göpfritzer Bürgermeister Franz Gressl.  |  Michael Schwab

Die Generalversammung der Kleinregion „Zukunftsraum Thayaland“ fand im Gemeindezentrum Thaya statt. Die Gemeinden wollen die Bahnstrecke von Waidhofen nach Schwarzenau erhalten.

Der Kleinregion gehören alle Gemeinden des Bezirks Waidhofen an, die Gemeinde Göpfritz ist als einer der Endpunkte des Radwegs durch den in den Vorstand kooptierten Bürgermeister Franz Gressl vertreten.

Im Rahmen der Versammlung berichtete Rainer Miksche als Geschäftsführer der Thayaland GmbH über die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden und auf Flächen, die von Privaten angeboten werden. Auch das gemeinsame Benutzen von Elek trofahrzeugen (E-Car-Sharing) war Thema. Beide Projekte laufen derzeit zufriedenstellend.

Das Bahnhofsareal in Waidhofen wurde von der Kleinregion gepachtet und wird für den Radweg verwendet.  |  René Denk

Der „Zukunftsklub Thayaland“ hat den „Thayaland Zehner“, der als Gutschein verwendet werden kann, ins Leben gerufen. Alle Gemeinden sind dabei, damit kann der „Zehner“ auch in allen Gemeinden verwendet werden.

Josef Stummer berichtete über die NÖ Regional GmbH, Ansbert Sturm über die Klima- und Energie Modellregion und die nachhaltige Renovierung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes in Dobersberg für die Zwecke der Kleinregion und der Benutzer des Radwegs „Thayarunde“.

Landesverkehrsplaner Friedrich Zibuschka stellte verschiedene Möglichkeiten für Mobilitätsangebote vor. „Diese wären sicherlich sinnvoll, vor allem, wenn sie in der gesamten Region verwendet werden“, meinte Kleinregions-Obmann Reinhard Deimel im Gespräch mit der NÖN.

Das Projekt „Thayarunde“ - die Errichtung eines Radwegs auf den ehemaligen Bahnstrecken Fratres-Waidhofen und Raabs-Göpfritz sowie dafür notwendige Verbindungswege - wäre Ende 2016 ausgelaufen und wurde nunmehr bis 31. Juli 2018 verlängert. Damit kann die Runde vollendet werden.

Eröffnung des Radwegs mit zweitägigem Fest

Derzeit wird die Sanierung einer über den Radweg führende Brücke bei Weinern, die zur Strecke gehört, abgeschlossen. Der Durchlass bei Schellings, der ein gefahrloses Überqueren der Bundesstraße ermöglicht, ist ebenfalls bereits in Arbeit. Das Brücken-Projekt für Altwaidhofen wurde ebenfalls bereits vorgestellt und die Verbindungswege sollen im Laufe des Frühjahrs fertiggestellt werden. Für Einsatzfahrzeuge sollen auch noch Kilometer-Markierungen angebracht werden.

Die Eröffnung des Radwegs wird am Samstag, 24. Juni um 10 Uhr am Bahnhof in Waidhofen stattfinden, dazu wird die neue Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner kommen. Es soll ein zweitägiges Eröffnungsfest in allen Gemeinden mit zahlreichen Aktionen zum Thema Rad werden.

Bezüglich der Bahnstrecke Waidhofen-Schwarzenau wurde der einstimmige Beschluss gefasst, die Strecke von der Niederösterreichischen Verkehrs-Organisationsgesellschaft (NÖVOG) zu pachten und für einen Anschlussverkehr an die Franz-Josefs-Bahn bereit zu halten. Auch der Bahnhof Waidhofen mit Nebenflächen wird von der NÖVOG gepachtet und für Zwecke des Radweges verwendet. Die Strecke wurde von einem Gutachter in Bezug auf den Zustand untersucht und ist derzeit in relativ gutem Zustand, lediglich der Bewuchs stellt sich derzeit als Problem dar.

Eine Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Landesrat Maurice Androsch soll Möglichkeiten der touristischen Nutzung ausloten, eventuell in Zusammenarbeit mit dem Museumsbahnverein Zwettl. Die Pachtvereinbarung soll allerdings so abgeschlossen werden, dass man auch jederzeit wieder aussteigen kann.

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