Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 09. November 2017, 03:25

von Hannes Ramharter

Landtagswahl: Köck ist Spitzenkandidat. Auf der ÖVP-Kandidatenliste des Bezirks Waidhofen stehen neben Eduard Köck und Michael Litschauer viele neue Gesichter. Jüngster Kandidat ist Dominik Meller.

Die ÖVP-Kandidaten des Bezirks Waidhofen für die Landtagswahl am 28. Jänner: Ulrike Zarycka, Thomas Lebersorger, Robert Altschach, Harald Kernstock, Marlene Lauter, Ulrich Achleitner, Spitzenkandidat Eduard Köck, Rebecca Gutkas, Viktoria Hutter, Michael Bartl, Wolfgang Römer, Simone Kainz, Michael Litschauer und Dominik Meller. Nicht im Bild ist Dietmar Datler.  |  ÖVP

Mit Eduard Köck als Spitzenkandidat im Bezirk wird die ÖVP in die Landtagswahl am 28. Jänner gehen. Dies wurde auf einem Wahlkonvent in der Vorwoche beschlossen.

Die ÖVP-Kandidatenliste präsentiert sich mit vielen neuen Gesichtern. Außer Eduard Köck und dem an zweiter Stelle gereihten Michael Litschauer hat keiner der insgesamt 15 Kandidaten bisher für eine überregionale Wahl kandidiert.

Ältester Kandidat ist der Groß Sieghartser Unternehmer Ulrich Achleitner (Jahrgang 1963), jüngster Dominik Meller aus Dobersberg (Jahrgang 1996), dicht gefolgt von Rebecca Gutkas aus Raabs (Jahrgang 1994).

Mit Eduard Köck (Bürgermeister in Thaya), den beiden Groß Sieghartser Stadträten Ulrich Achleitner und Michael Litschauer, dem Waidhofner Bürgermeister Robert Altschach und dem Waidhofner Stadtrat Thomas Lebersorger stehen auch Kommunalpolitiker auf der Liste.

Die Gemeinden des Bezirks sind gefordert

Spitzenkandidat Eduard Köck nutzte die Kandidaten-Präsentation auch zu einem kurzen Rückblick. Er sieht es als großen Erfolg, dass allein für den Hochwasserschutz in den letzten fünf Jahren in Waidhofen mehr als zwölf Millionen Euro investiert wurden. Auch die Errichtung der Thayarunde, die Renovierung des Schülerheims in Karlstein und die Tatsache, dass der gesamte Bezirk Waidhofen Pilotregion für die Errichtung des Glasfasernetzes wurde, ist für Köck eine wichtige Errungenschaft.

Köck ließ gemeinsam mit dem Obmann des Gemeindevertreterverbandes und der Kleinregion, Reinhard Deimel, auch wichtige Zukunftsprojekte anklingen. So stellt er die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Mittelpunkt: „Firmen wie Pollmann, Pro Pet und Test Fuchs haben Ausbaupläne, die Gemeinden des Bezirks sind gefordert, das Rundherum zu meistern, zum Beispiel die Schaffung von Wohnraum und Kinderbetreuungsplätzen“, erklärt Köck.

Er will sich in die Autobahn-Diskussion stark einbringen - Köck lässt durchklingen, dass er für eine Trasse nördlich des Truppenübungsplatzes ist, die von Ost nach West verläuft - und darauf drängen, dass der angekündigte Ausbau der Franz-Josefs-Bahn auch umgesetzt wird. Für die HTL Karlstein soll ein zweiter Ausbildungszweig kommen. Der Hausärzte-Mangel, der auch den Bezirk Waidhofen betrifft, soll durch zusätzliche Studienplätze bekämpft werden.

Generell will Köck die Vorteile des Waldviertels und des Bezirks Waidhofen stärker hervorheben: „Bei uns gibt es günstige Mieten, günstige Bauplätze, eine funktionierende Kinderbetreuung. Wir erfreuen uns einer hohen Sicherheit, die hier lebenden Ausländer sind integriert, und wir haben eine gesunde Umwelt und Natur vor dem Haus“, stellt er klar.

Sowohl Köck als auch Deimel unterstreichen, dass die Zusammenarbeit aller 15 Gemeinden des Bezirks sehr wichtig ist und bleibt. „Das haben die Errichtung der Thayarunde und die Ausrichtung der Landesausstellung 2009 deutlich bewiesen“, meint Köck.

Ein weiteres Novum gibt es bei der kommenden Landtagswahl: Derzeit gibt es in NÖ fünf Bezirke, in denen ein Grundmandat aufgrund der Bevölkerungszahl nicht möglich ist. Dieses Mal sollen die zur Verfügung stehenden Mandate von den Bezirken so besetzt werden, dass jene das Mandat bekommen, für die es die meisten Vorzugsstimmen im Verhältnis zu den abgegebenen Stimmen gibt.