Erstellt am 10. April 2016, 06:44

von René Denk

Müllmenge bleibt relativ stabil. Bei den Abfallmengen ist die Abwanderung nicht spürbar, keine Gebührenerhöhung geplant.

Abfallberaterin Elke Allram und Abfallverbands-Geschäftsführer Robert Altschach.  |  NOEN, René Denk
„Die Müllmengen bleiben relativ stabil. Soviel zum Thema Abwanderung“, meint Abfallwirtschaftsverbands-Geschäftsführer Robert Altschach zu den neuen Abfallzahlen des Bezirks für 2015. Die Gesamtabfallmenge stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an.

Der Abfallverband hätte rund 11.500 Kunden im Bezirk. Die Leute seien da und produzieren Abfall - da sei keine Abwanderung spürbar, meint der Geschäftsführer. Den Trend, mehr Müll zu produzieren, sieht Altschach im ländlichen Raum nicht: „Da ist das Aufkommen nicht auffällig mehr geworden. Im Gegenteil, die Verpackungen stagnieren beispielsweise.“

Altschach betont auch, dass keine Müllgebührenerhöhung geplant sei, zumindest wie es derzeit aussehe. Die letzte Erhöhung war 2010. „Rest- und Sperrmüll sind für uns die teuersten Müllarten. Da zahlen wir für Transport und die Entsorgung“, meint der Abfallverbands-Geschäftsführer. Immer mehr trennt der Müllverband recycelbare Abfälle, um die Kosten nicht auf die Haushalte abwälzen zu müssen. Diese Optimierung funktioniert aber auch nur, wenn die Bürger ihre Abfallarten sorgfältig trennen.

Altholz und Alteisen sind 2015 gestiegen

Ein Rohstoff, der im Vorjahr gestiegen ist, ist Altholz. Es geht in die Spanplattenproduktion und wird zu 100 Prozent wiederverwertet. Alteisen ist im Vergleich zwischen 2014 und 2015 eklatant gestiegen, da sehe man, dass der Marktpreis für den Rohstoff im Vorjahr im Keller war.
2014 wurden extrem viele Kleingeräte, wie z.B. Handys etc. entsorgt. 2015 hat sich die Tonnenanzahl wieder beinahe halbiert.

Auch das Thema der Lebensmittelentsorgung - teilweise noch originalverpackt - sei im Bezirk Waidhofen nach wie vor ein Thema. „Das ist aber im Waldviertel nicht so gravierend wie im Zentralraum“, betont der Abfallverbands-Geschäftsführer.

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Müllaufkommen im Bezirk

Die Zahlen in Tonnen:    2014    2015    + / - 
Gesamtmenge der wichtigsten Abfall-Fraktionen    10.188    10.289    +101
davon:
Restmüll    3.353    3.427    +74
Sperrmüll     880    872    -8
Biotonne    2.073    2.009    -64
Altpapier (inklusive Kartonagen)    1.827    1.833    +6    
Altglas    572    572    +/-0
Alteisen    332    376    +44    
Verpackungsmetalle (Dosen, etc.)    126    130    +4
Gelber Sack    226    216    -10    
Altholz    661    694    +33
Elektrogroßgeräte    80    82    +2
Kühlgeräte    43    40    -3
Elektrokleingeräte    117    61    -56
Fahrzeugbatterien    12,8    13,2    +0,4
Gerätebatterien    4,5    5    +0,5
Bildschirme    85,8    86    +0,2
Problemstoffe insgesamt    83    97    +14

Quelle: Gemeindeverband für Aufgaben der Abfallwirtschaft im Bezirk Waidhofen. März 2016.