Erstellt am 04. Juli 2016, 08:39

Internationales Musikfest in Waidhofen. Seit 37 Jahren ist das Musikfest in Waidhofen/Thaya ein Garant für erstklassige Musik aus Folk, World, Jazz und Blues.

Drei Tage lang erstklassige Musik mit nationalen und internationalen Größen, kombiniert mit lässiglockerer Festivalstimmung - das wurde beim 37. Internationalen Musikfest geboten.

24 Acts bespielten heuer die beiden Festival-Bühnen. Besonders am Freitag sorgte das sommerliche Wetter für perfekte Rahmenbedingungen, um nicht nur die Musik, sondern auch das „Drumherum“ zu genießen, ob beim Bad in der Thaya oder beim Chillen auf der Wiese. Ein sehr unmittelbares und fast familiäres Musikerlebnis wurde auf der kleineren Thaya-Bühne geboten, auf der etwa der Australier Somerset Barnard mit seiner an Gags reichen Interpretation des Delta-Blues das Publikum begeisterte. Er entlockte seiner Gitarre bisweilen mit einer Bierflasche Töne.

Highland-Pipes rissen Besucher mit

Schottische Klänge mit Highland-Pipes waren auf der Hauptbühne bei „Rura“ zu hören. Mit einem druckvollen, eingänglichen Sound rissen die Folk-Durchstarter aus Schottland die zahlreichen Besucher von Anfang an mit. Vor allem in den vorderen Reihen wurde eifrig getanzt.
Das Gleiche konnten auch die „Freischwimma“ als Lokalmatadore von sich behaupten, die am Freitag die Spätschicht übernahmen. Dass das Stammpublikum der Band hier fleißig mitsang, verstand sich von selbst.

Der Samstag brachte wieder einmal das altbekannte Folkfest-Wetter - just am Abend setzte der Regen ein. Das sorgte zwar für leere Wiesen, dafür aber für umso vollere Zuschauerräume bei beiden Bühnen.

Gummistiefel und wetterfeste Kleidung gefragt

Als dann die Chicago Blues Band „Mississippi Heat“ auf der Hauptbühne dem Publikum ordentlich einheizte, war von der Waldviertler Frische des Abends nichts mehr zu spüren. Abgesehen davon wissen eingefleischte Musikfestbesucher ohnehin, dass Gummistiefel und wetterfeste Kleidung zum Festivalgepäck gehören. Viel gute Laune brachten auch Eloui & Band auf die Thayabühne mit.

Ein Heimspiel hatten zu späterer Stunden die „Wandervögel“ mit ihren neu arrangierten deutschen, österreichischen und jiddischen Volkslieder - mit viel Witz und Spielfreude stets ein Geheimtipp. Ein Klangspektakel der anderen Art lieferte der finnische Extrem-Akkordeonist Kimmo Pohjonen mit seinem eigens für ihn gebauten elektrischen Akkordeon.

Birgit Denk & Die Novaks luden zum alljährlichen Sonntags-Frühschoppen. Der letzte Tag des Musikfestes klang schließlich mit BartholomeyBittmann und dem „Hot Pants Road Club“ mit zwei weiteren Highlights aus.