Erstellt am 15. September 2015, 10:07

von Redaktion Gmünd

Bis zu 60 Wohnungen für Asylwerber. Im Waldviertel werden leer stehende Wohneinheiten von der Siedlungsgenossenschaft „Waldviertel“ zur Verfügung gestellt.

Architekt Franz Friedreich zeigt die beiden Appartements, die vom Verein Wohnen für Asylsuchende in Liebnitz angemietet werden sollen.  |  NOEN, Hannes Ramharter

Flüchtlinge werden zukünftig auch in derzeit leer stehenden Wohnungen von gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften untergebracht werden können.

„Das Land, der Bund und die zuständigen Stellen für die Wohnbauförderung haben beschlossen, dass der ,Verein Wohnen‘ als einziger die Kompetenz übertragen bekommt, um auch in geförderten Wohnungen Asylwerber unterzubringen,“ erzählt der Karlsteiner Architekt Franz Friedreich.

Im nördlichen Waldviertel werden sukzessive bis zu 60 Wohneinheiten der Siedlungsgenossenschaft „Waldviertel“ in verschiedenen Gemeinden zur Verfügung gestellt. Weiters wird Friedreichs Firma f-plan in Karlstein eine Wohnung an den Verein Wohnen vermieten und Appartements in Liebnitz (gegenüber dem Hotel Liebnitzmühle).

Betreuung für Asylsuchenden wird organisiert

In der Liebnitzmühle selbst werden allerdings keine Asylsuchenden untergebracht. Die Asylsuchenden, die nach Liebnitz kommen, müssen sich zudem selbst versorgen. Der Verein wird auch eine Betreuung der Asylsuchenden organisieren, wie zum Beispiel Deutschkurse.

„Mit den Gemeinden Raabs und Karlstein ist das auch bereits abgesprochen“, stellt Franz Friedreich klar. Er betont, dass er bzw. seine Gesellschaften dies nicht machen würden, um etwas zu verdienen, sondern um mitzuhelfen, Asylsuchende menschenwürdig unterzubringen. Friedreich hebt hervor, dass man sich vor allem um Familien kümmern möchte, eventuell vor allem auch um christliche Familien. Er ist überzeugt, dass in kleinen Einheiten Integration möglich ist.

Kleine Zuverdienste sind für die Asylsuchenden möglich, dies ist aber nur im öffentlichen Bereich und beim Quartiergeber möglich, nicht bei Dritten oder bei gemeinnützigen Vereinen. Nötig wären auch Freiwillige, die sich mit diesen Menschen beschäftigen.