Erstellt am 27. April 2016, 06:14

von Redaktion Gmünd

Norbert Hofer siegte in allen Gemeinden. „Schwarzer Bezirk“ wurde blau, Khol besser als im Landes- und Bundesschnitt, Hundstorfer unter zehn Prozent!

Die FPÖ hatte im Bezirk wirklich etwas zu feiern. Im Bild: Martin Langsteiner, Ingeborg Österreicher, Hannes Halwachs, Roman Litschauer, Markus Hieß, Barbara Fasching, Nicole Weber, Michael Franz, Harald Ledl, Dominik Sohr und Gottfried Waldhäusl.  |  NOEN, Michael Schwab

Der erste Wahlgang der Bundespräsidentenwahl wurde, wie fast in allen anderen Bezirken und in acht von neun Bundesländern, zu einem Triumph für den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer.

Der Kandidat der FPÖ erhielt in allen Gemeinden des Bezirks die meisten Stimmen, sowohl in den üblicherweise von der ÖVP dominierten Gemeinden als auch in den „roten Hochburgen“.

Auffallend ist, dass Hofer in den SPÖ-Gemeinden Groß Siegharts und Dietmanns sowie in Thaya, der Heimatgemeinde von ÖVP-Bezirksparteiobmann Eduard Köck, prozentuell die höchsten Stimmenanteile erzielte. Mehr als 40 Prozent erzielte er auch in Gastern, Karlstein, Kautzen und Pfaffenschlag sowie Waidhofen-Land.

Platz zwei im Bezirk Waidhofen holte sich Andreas Khol von der ÖVP, der insgesamt auf 19,28 Prozent kam. Khol schnitt in den SPÖ-Gemeinden deutlich schlechter ab, in den ÖVP-Gemeinden kam er in Pfaffenschlag auf 26,9 Prozent und erzielte dort sein bestes Ergebnis, in der Bezirksstadt Waidhofen gab es mit 14,2 Prozent für ihn einen Ausrutscher nach unten.

Van der Bellen schaffte rund 12,5 Prozent

Die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss landete mit 16,22 Prozent knapp hinter Andreas Khol am dritten Platz. Für sie gab es im gesamten Bezirk ein zweistelliges Ergebnis, mit 21,4 Prozent holte sie in der Bezirksstadt ihr bestes Ergebnis. Die wenigsten Stimmen erhielt sie in Dietmanns, Kautzen und Ludweis-Aigen.

Alexander van der Bellen kam im Bezirk Waidhofen nur auf Platz vier und erhielt insgesamt 12,47. Sein bestes Ergebnis erzielte auch er in der Bezirksstadt Waidhofen mit 16,5 Prozent, in Waldkirchen stimmten nur 7,5 Prozent für ihn.

SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer schaffte mit 9,5 Prozent im Bezirk Waidhofen nicht einmal ein zweistelliges Ergebnis. Einigermaßen okay war für ihn noch das Abschneiden in den beiden SPÖ Gemeinden Dietmanns (19,5 Prozent) und Groß Siegharts (15 Prozent), sein schlechtestes Ergebnis war mit 6,5 Prozent in Pfaffenschlag, wo es aber auch im Gemeinderat keinen SPÖ-Mandatar gibt.

Relativ gut schnitt im Bezirk Waidhofen Richard Lugner ab, der mit 3,6 Prozent hier deutlich über dem Durchschnitt lag, vielleicht ein Hinweis, dass es hier doch mehr Proteststimmen als anderswo gab. Die Wahlbeteiligung ohne Briefwähler lag insgesamt bei 70,8 %, mit Briefwähler bei 79,3 % und damit weit über dem vor sechs Jahren erreichtem Wert (67,5 %).