Dietmanns

Erstellt am 19. August 2016, 05:10

von Redaktion Gmünd

Bründlkapelle erstrahlt in neuem Licht. Pfarrer Josef Pichler dankte zahlreichen Helfern, Kapelle auch für Hochzeiten wieder zur Verfügung.

Pfarrer Karl Schlögelhofer, Dechant Josef Rennhofer, Bezirkshauptmann Günter Stöger, Pfarrer Josef Pichler und Diakon Josef Trinko dankten Bürgermeister Harald Hofbauer, Verschönerungsvereins-Obmann Franz Danninger, Ulrike Pany, Eduard Hörmann und Malermeister Manfred Strupp mit Wein für die Arbeiten bei der Renovierung der Bründlkapelle.  |  noen, Hannes Ramharter

Mit einer Andacht und einem Festakt wurde die Renovierung der Bründlkapelle zwischen Matzles und Dietmanns am Feiertag Maria Himmelfahrt abgeschlossen.

Vor der Andacht und auch danach unterhielten die Rossinger Musikanten unter der Leitung von Karl Piffl die zahlreichen Besucher. Für die musikalische Umrahmung der Andacht sorgte die Singgemeinschaft Hollenbach unter der Leitung von Diakon Franz Hadl.


Bründlwasser wird Heilkraft zugeschrieben

Zur Andacht begrüßte Pfarrer Josef Pichler die vielen Pilger und seine Konzelebranten, den einstigen Kaplan von Waidhofen und nunmehrigen Stadtpfarrer von Haag, Karl Schlögelhofer, Dechant Josef Rennhofer und Diakon Josef Trinko.

Karl Schlögelhofer erzählte in seiner Predigt, dass er während seiner Kaplanjahre in Waidhofen von 1987 bis 1991 in verschiedenen Pfarren Jugendvespern abgehalten hatte, auch in der Bründlkapelle. „Der Kerzenschein in der Kapelle hat damals die Stimmung unterstrichen“, erzählte er. Schlögelhofer interpretierte den bei der Andacht verlesenen Psalm „Bei Dir ist die Quelle des Lebens“ und „In Deinem Licht schauen wir das Licht“ in Verbindung mit der Bründlkapelle und der Bründlquelle, deren Wasser Heilkraft für die Augen zugeschrieben wird.

Pfarrer Josef Pichler erinnerte daran, dass die Kapelle bereits 1902 geweiht worden war und dass damals angeblich 2.000 Menschen teilnahmen. Er verlas das von Papst Johannes Paul II. 1993 in Mariazell vorgetragene Weihegebet, in dem dieser die Menschen von Österreich der Mutter Gottes geweiht hatte, und das Friedensgebet von Papst Franziskus, das dieser kürzlich beim Weltjugendtag in Krakau vorgetragen hatte.

Renovierung nochmals Revue passieren lassen

Anschließend ließ er die wesentlichen Punkte der Renovierung nochmals Revue passieren: Das Abtragen von Erdreich und dessen Wegbringen durch 10 Lkw, das Umschneiden der großen Bäume, die zu viel Schatten erzeugt hatten, das Restaurieren der Statuen und der Fenster, das Einleiten von Strom und die Erneuerung der Schablonenmalerei.

Auch ein schallgedämpfter Stromgenerator wird noch kommen, der dann weniger Lärm verursachen wird als der bei der Feier eingesetzte. Pichler dankte auch dem Verschönerungsverein Dietmanns für die Mithilfe und den Großsponsoren Otto Prosenbauer (8.000 Euro) und der Sparkasse der Stadt Groß Siegharts Privatstiftung (6.000 Euro). Anwesenden Unterstützern übergab der Pfarrer zum Dank Wein.

Bezirkshauptmann Günther Stöger erinnerte an die Beschreibung der Bründlkapelle in einem Heimatbuch, in der von einem „Waldidyll“ die Rede ist. „Die Sehnsucht der Menschen nach mystischen und idyllischen Orten besteht weiterhin“, stellte er fest und dankte Gott, „dass er einen so fleißigen Weingärtner und Arbeiter als Pfarrer nach Groß Siegharts geschickt hat“.