Dietmanns

Erstellt am 18. August 2016, 03:58

von René Denk

Letzte Chance nur mehr bis 30.9.. Ortschef Hofbauer sieht ohne schnelles Internet Standortnachteil für Gemeinde.

Appell an die Bürger der Gemeinde. Für schnelles Internet und den Bau des Glasfasernetzes in Dietmanns wirbt Bürgermeister Harald Hofbauer. „Es sieht nicht gut aus, wir haben 91 Haushalte, die mitmachen, wir brauchen aber 224. Es ist die letzte Chance, keinen Standort-Nachteil als Gemeinde zu haben“, betont er. Im Bild mit Vizebürgermeister Walter Greulberger, NÖGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber und dem Breitbandkoordinator des Zukunftsraums Thayaland, Rainer Miksche.  |  noen, Gemeinde Dietmanns

Bürgermeister Harald Hofbauer will mit seinen Gemeindebürgern die Chance nützen, dass das Glasfasernetz auch in Dietmanns Einzug hält.
„Davon sind wir jetzt aber weit entfernt. 40 Prozent würden bei uns 224 Haushalte bedeuten, die sich bereit erklären müssten, das schnelle und sehr leistungsfähige Internet nutzen zu wollen.

Derzeit sind es leider nur 91“, erklärt der Bürgermeister im NÖN-Gespräch. Die Region Zukunftsraum Thayatal - also die 15 Gemeinden des Bezirkes - sind als Pilotprojektregion vom Land ausgewählt worden, was hieße, dass sich die Bürger jetzt hohe Kosten ersparen könnten.


Internet wird auch für Private immer wichtiger

Immer mehr wichtige Bereiche werden via Internet bearbeitet. Der Kontakt mit Behörden oder andere interaktive Dienste werden in Zukunft mehr und mehr über Internet passieren. Wenn man später draufkomme, dass man die Glasfaserleitungen doch brauche, verursache das immense Kosten für die Bürger oder man könne es sich überhaupt nicht mehr leisten.

„Elf Gemeinden im Bezirk Waidhofen setzen das Glasfasernetz bereits jetzt nfix um, zwei weitere sind knapp davor. Nur wir und noch eine Gemeinde im Bezirk sind von den geforderten 40 Prozent weit entfernt. Das bringt uns einen klaren Standort-Nachteil, wenn es darum geht, Bürgern in Dietmanns Wohnraum anzubieten“, sagt Hofbauer.

Der Bürgermeister der Abwanderungsgemeinde (in den letzten zehn Jahren zehn Prozent) bringt einen Vergleich: „Es ist so, als ob man sagen würde, dass man in der Gemeinde keine Straßen bauen will, weil nur Traktoren fahren. Dann kommt einer mit einem Auto. Wenn die Straße mal da ist, werden sich bald viele Autos und schnellere Fortbewegungsmittel finden, die die Straße nutzen.“

Abschließend meint Hofbauer: „Ich appelliere an alle, sich am Glasfasernetz-Pilotprojekt zu beteiligen! Wir haben noch bis 30. September die Chance, Glasfaser in Dietmanns zu bekommen und unserer Gemeinde keinen Standortnachteil zu verschaffen.“