Erstellt am 17. Mai 2017, 03:26

von NÖN Redaktion

Die Feuerwehr probte für den Ernstfall. Brand am Areal der Firma TE Connectivity war Übungsannahme, zur Versorgung mit Löschwasser wurde eine über drei Kilometer lange Relaisleitung verlegt und getestet.

Im Außenbereich des Brandobjektes wurden die zur Verfügung stehenden Tanklöschfahrzeuge und die Drehleiter zur Brandbekämpfung eingesetzt.  |  TE Connectivity

Ein Brand mehrerer Müllbehälter am Firmenareal der TE Connectivity wurde bei einer Großübung von 25 Feuerwehren des Bezirkes mit 170 Mitgliedern angenommen. Die Übung wurde vom Roten Kreuz und von der Polizei unterstützt.

Der Brandschutzbeauftragte informierte den Übungsleiter, dass die Evakuierung des Firmengebäudes abgeschlossen werden konnte, es aber noch vier vermisste Mitarbeiter im nordöstlichen Gebäudetrakt gibt.

Von Übungsleiter Christian Bartl wurde die Erhöhung auf die höchste Alarmstufe bei der Bezirksalarmzentrale und damit die Alarmierung weiterer 24 Feuerwehren angefordert. Die Übungsleitung im Kommandofahrzeug übernahm die Verteilung der Einsatzaufträge in Absprache mit dem Übungsleiter.

Realitätsgetreue Übung

Der seit Jahren bestehende Objektalarmplan für die Firma TE Connectivity sieht vor, dass bei dieser Alarmstufe eine Relaisleitung von Großeberharts und eine weitere von Großgerharts zum Einsatzobjekt verlegt werden. Für diese beiden Leitungen wurden 162 B-Schläuche verlegt und eine Strecke von mehr als drei Kilometer überwunden.

Vier verletzte Mitarbeiter (geschminkt durch das Team „Realistische Unfalldarstellung“ des Roten Kreuzes Waidhofen) konnten von mehreren eingesetzten Atemschutztrupps aus dem stark verrauchten Gebäudeteil gerettet und dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben werden.

Aufgrund der Informationen des Brandschutzbeauftragten bzw. der Sicherheitsdatenblätter der dort gelagerten Stoffe wurde die Brandbekämpfung mittels umluftunabhängigen Atemschutz durchgeführt. Um die Förderleistung der beiden Zubringerleitungen zu testen, wurden mehrere C- und B-Rohre und das Wendestrahlrohr der Drehleiter gleichzeitig betrieben.

Bei der Übungsnachbesprechung gratulierten Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Oswald Sprinzl, Abschnittsfeuerwehrkommandant Franz Strohmer und der Werksleiter von TE Connectivity, Christian Zotter.