Erstellt am 22. September 2015, 09:18

von Gerald Muthsam

Ein Konzert wie im Wohnzimmer. Drei junge Musiktalente stellten ihre Eigenkompositionen in gemütlicher Atmosphäre im alten Kindergarten vor.

Die jungen Musiker Viktoria Holzheu, Julian Resch, Viktoria Hirl und Timon Rametsteiner mit Veranstalter Matthias Ledwinka.  |  NOEN, Gerald Muthsam

Unter dem Motto "Daham furtgehn" fand die 39. Handmade Night am 19. September im alten Kindergarten in Dobersberg statt.

Der Verein LiMuPic organisiert seit 2004 diese Veranstaltungsreihe, in der handgemachte, also selbst geschriebene Musik von jungen Musikern präsentiert wird. Die gemütliche Wohnzimmeratmosphäre wurde dieses Mal von drei ganz jungen Talenten genutzt, um ihre Eigenkompositionen vorzustellen. Den Beginn machte der erst 15-jährige Timon Rametsteiner aus Kamp bei Arbesbach. Der Zwettler Gymnasiast spielt seit sechs Jahren Klavier und trug seine Kompositionen am Piano vor. „Je nach Stimmungslage fallen meine Stücke schnell oder langsam aus“ meint Timon im Gespräch. Interessanterweise hört er privat mehr elektronische Musik. Irgendwann würde er gerne mit Musik Geld verdienen.

Der zweite Act des Abends war Julian Resch. Der 18-jährige Zivildiener aus Marbach am Walde sang und spielte E-Gitarre. Er beschreibt seinen Musikstil als eher alternativ. In seinen englischsprachigen Liedern geht es beispielsweise um unerwiderte Liebe. Einen Song singt er jedoch im Waldviertler Dialekt. Hier erinnert er sich auf berührende Weise an seinen verstorbenen Großvater. Bei seinem letzten Lied wird er von seiner guten Freundin Viktoria Hirl am Piano begleitet.

„Sie heiligt den Moment, wenn sie singt“

Das dritte Talent des Abends war Viktoria Holzheu aus Nussdorf ob der Traisen. Die junge Singer-Songwriterin singt über persönliche Gedanken wie etwa Freundschaft. Für sie war es in der Form das erste richtige Konzert. Mit ihrer gefühlvollen Art schaffte sie es jedoch, das Publikum sofort in ihren Bann zu ziehen. Ein begeisterter Zuschauer meinte sogar: „Sie heiligt den Moment, wenn sie singt“. Ein großes Kompliment für eine junge Sängerin.

Zum Abschluss gab es noch einige Akustikversionen von den „alten Herren“ von „Sergeant Pluck Himself“ zu hören.