Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:43

von NÖN Redaktion

Entflohene Kuh erlegt. Kuh büchste beim Umladen in Dobersberg aus und flüchtete in den nahen Wald. Jäger und Polizist erschossen sie.

 |  NOEN, Symbolbild

Zu einem spektakulären Einsatz wurde die Polizei am 28. Dezember gerufen. Eine Kuh wollte dem Tod am Schlachthof entrinnen und sprang von der Ladefläche. Und das Tier „verhalf“ der Landesstraße 67 damit auch zu einer sonst ungewöhnlichen Erwähnung im Ö3-Verkehrsdienst.

Kurz nach sieben Uhr sollte die Verladung des Rindertransportes der Firma Strohmer aus Grossau, dem wohl größten Viehhandelsbetrieb der Region - am Gelände des Raiffeisen-Lagerhauses Dobersberg über die Bühne gehen, als plötzlich eines der Tiere beim Umladen über die doppelte Ladebordwand auf den Fleischhauer zusprang. „Dieser rettete sich geistesgegenwärtig unter den Lastwagen“, berichtet Leonhard Meier, Kommandant der Polizeiinspektion in Dobersberg. „Die Kuh war äußerst aggressiv und sprang noch einmal gegen den Lkw, ehe sie das Weite suchte,“ erzählt Meier weiter.

Gefahr für Spaziergänger

Unmittelbar im Anschluss daran begann eine Suchaktion. Es wurde vermutet, dass sich das Tier im Raum Dobersberg/Schuppertholz aufhalten könnte. „Besonders gefährlich schien die Situation dadurch zu werden, dass sich die Kuh in Richtung des Thayatal-Radweges bewegte, wo schon zahlreiche Spaziergänger unterwegs waren“, erklärt Meier.

Kurz vor neun Uhr war der Ausflug für das Rind jedoch schon wieder zu Ende. Es wurde im Hochwald zwischen Dobersberg und Lexnitz gesichtet. Ein zu Hilfe gerufener Jäger und Meier konnten durch zwei fachgerecht gezielte Schüsse das Tier mit ihren Jagdgewehren erlegen, nachdem der Viehhändler aufgrund der Aggressivität des Rindes auch selbst darum gebeten hatte.

„Zum Glück wurde bei dieser Aktion niemand verletzt“, ist Leonhard Meier froh über den Ausgang des ungewöhnlichen „Cowboy-Einsatzes“.