Raabs an der Thaya

Erstellt am 01. Mai 2017, 05:06

von Michael Schwab

Kraftwerk im Probebetrieb. Erster Teil der Hochwasserschutz-Arbeiten ist weitgehend abgeschlossen, die Wehranlage ist bereits voll funktionsfähig. Der Fischaufstieg wird in Kürze fertiggestellt.

Lisa Dyk vor der Dykmühlen-Klappwehr, die ein wesentliches Element des Hochwasserschutzes ist.  |  NOEN, Schwab

Die wesentlichen Arbeiten am ersten Teil des Hochwasserschutzes sind abgeschlossen.

„Die Wehranlage bei der Dykmühle ist fertig und funktionsfähig, das Wehrbecken ist gefüllt. Damit ist unsere Arbeit abgeschlossen, die Ergänzungsarbeiten wie Zäune und Sicherungen sind derzeit in Ausschreibung“, fasst Baumeister Franz Heinisch von der Firma Reissmüller zusammen. Obwohl der Winter die Arbeiten ein wenig behinderte, konnte trotzdem eine planmäßige Fertigstellung erfolgen.

Derzeit im Probebetrieb

Weitgehend fertig ist auch das Wasserkraftwerk der Dykmühle, das sich derzeit im Probebetrieb befindet. „Beim Fischaufstieg muss noch das Kies-Substrat aufgebracht werden und die Feinabstimmung erfolgen. Der Probebetrieb läut gut, in einigen Wochen wird die Anlage abgenommen werden“, erklärt Geschäftsführerin Lisa Dyk. Unter optimalen Bedingungen kann der Generator rund zwei Drittel des Strombedarfs der Mühle decken.

Bis zu einem Durchfluss von neun Kubikmetern pro Sekunde fließt das Wasser der Thaya nur durch die Turbine. Steigt der Durchfluss weiter, werden die Wehrklappen automatisch nach einem vorgegebenen Programm schrittweise nach unten geklappt, um das Wasser kontrolliert abfließen zu lassen. Um auch bei einem Stromausfall die Wehrklappen bedienen zu können, wurde ein Diesel-Notstromgenerator installiert. „Außerdem können wir die Anlage auch über unser Wasserkraftwerk mit Strom versorgen“, fügt Dyk hinzu. Abgesenkt werden können die Klappen im Notfall auch ohne Strom.

Ausschreibung für den zweiten Bauteil läuft

Für den zweiten Bauteil des Hochwasserschutzes läuft nun die Ausschreibung. Dies ist aus vergaberechtlichen Gründen erforderlich. Der erste Teil war zeitkritisch und wurde nach einem vereinfachten Verfahren über die Wasserbauabteilung des Landes abgewickelt. Jetzt ist diese Zeitknappheit nicht mehr gegeben, weshalb die Arbeiten neu ausgeschrieben werden müssen. Bis Sommer soll dies abgeschlossen sein.