Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 18. August 2016, 04:10

von Redaktion Gmünd

Bestens gerüstet für den Ernstfall. Bei der Feuerwehr Waidhofen wird neues Wechselladefahrzeug stationiert, was den Einsatzbereich erhöht.

Vor dem neuen Wechselladefahrzeug, das nun bei der FF Waidhofen stationiert ist: Harald Zimmerl, Horst Brait, Bürgermeister Robert Altschach, Nationalratsabgeordneter Werner Groiß, Patin Claudia Pfeiffer, Kommandant Christian Bartl, Bezirkshauptmann Günther Stöger, Bezirkskommandant Manfred Dambergerg, Martin Bogg, Thomas Böhm, Jürgen Gillitschka und Karl Oberbauer.  |  noen, Hannes Ramharter

Am traditionellen Stadtkirtag der Feuerwehr Waidhofen, der heuer bereits zum 39. Mal abgehalten wurde, gab es am Sonntag mit der Segnung des neuen Wechselladefahrzeugs einen besonderen Höhepunkt.

Festliche Stimmung herrschte wie jedes Jahr bei der Messe im Feuerwehrhaus, zu der wieder Mitglieder der Feuerwehr, des Bürgerkorps, des Roten Kreuzes sowie des Kameradschaftsbundes uniformiert gekommen waren und an der auch die Bevölkerung zahlreich teilnahm. Zelebriert wurde die Messe von Dechant Josef Rennhofer, musikalisch wurde sie vom Blasorchester Waidhofen unter der Leitung von Philipp Gruber gestaltet. Im Rahmen der Messe wurde das neue Fahrzeug durch Dechant Rennhofer gesegnet.

Kommandant Christian Bartl begrüßte nach dem Gottesdienst die Besucher. „Jahrelang wurde von meinem Vorgänger Karl Oberbauer um den Stationierungszuschlag für ein gefördertes Wechselladefahrzeug gekämpft, jetzt ist es gelungen“, freute sich Bartl.

 Zu 60 Prozent gefördert

 Das Fahrzeug kostet 400.000 Euro, wurde zu 60 Prozent gefördert und ist in allen Bereichen des Katastrophenhilfsdienstes einsetzbar. Für 40 Prozent des Anschaffungswertes kamen die Stadtgemeinde Waidhofen und die Feuerwehr Waidhofen auf. Besonders dankte Bartl auch jenen Firmen und Institutionen, die den Ankauf des Fahrzeuges unterstützten, zum Beispiel TE Connectivity, die das Jahr 2016 als Jahr der Freiwilligen begeht und daher für das neue Fahrzeug 4.400 Euro spendete.

Bürgermeister Robert Altschach erinnerte an die Umweltkatastrophen der letzten Wochen, die gezeigt hätten, „wie wertvoll die Dienste der Feuerwehr sind und wie wichtig die geeignete Ausrüstung im Ernstfall ist“. Er dankte den Feuerwehrmännern für ihre Einsatzbereitschaft 24 Stunden am Tag und hob die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtgemeinde und der Feuerwehr hervor.

Großen Respekt zollte er der FF Waidhofen für den hohen Anteil an Eigenmitteln, den sie für den Ankauf dieses Fahrzeuges eingebracht hatte. Bezirkskommandant Manfred Damberger betonte, dass Motivation, von der auch Dechant Rennhofer in der Predigt gesprochen hatte, auch für das gesamte Einsatzszenario, die Bevölkerung, die Einsatzkräfte und die öffentlichen Stellen notwendig sei.


 Einsatzkräfte müssen sich neu vorbereiten

Nachdem es nun auch im Bezirk Waidhofen einen Tornado gegeben habe, müssten sich die Einsatzkräfte auf neue Einsatz-Strukturen vorbereiten. „Das neue Fahrzeug erfüllt diese Anforderungen sowohl für den Bezirk Waidhofen als auch jenseits der Grenzen“, stellte der Bezirkskommandant klar. Damberger übergab anschließend Christian Bartl ein Kreuz und einen Christophorus-Schlüsselanhänger für das neue Einsatzfahrzeug. Er dankte auch, dass die FF Waidhofen bereit war, dieses Fahrzeug bei sich zu stationieren, denn so ist sie auch in der Lage, im Ernstfall damit im gesamten Bezirk und darüber hinaus auszurücken.

Viertelskommandant Erich Dangl betonte ebenfalls die große Verantwortung, die die FF Waidhofen durch die Stationierung des Wechselladers übernimmt. Er stellte aber auch klar, dass „rasche Hilfe nur dann möglich ist, wenn die Feuerwehr entsprechend geschult ist und modernstes Gerät wie dieses hat“.

 "Waidhofen schlägt Rio"

 Bezirkshauptmann Günther Stöger verglich Waidhofen mit Rio, wo gerade die Olympischen Spiele abgehalten werden. Dort werde ein riesiges Fest gefeiert, den Menschen ginge es aber schlecht. Dort wurden riesige Bauten für eine Veranstaltung errichtet, dort mangle es an Professionalität, es gäbe zum Beispiel grünes Wasser.

In Waidhofen sei dies alles anders. Hier gibt es ein kleines Fest und den Menschen geht es gut, hier wurde ein Auto verkauft und ein neues angekauft, damit hat man nun einen Stützpunkt für die gesamte Region, und die FF Waidhofen arbeitet sehr professionell. „Daher schlägt Waidhofen Rio um Längen“, meinte er abschließend.

Nationalratsabgeordneter Werner Groiß hob hervor, dass auf seinen Antrag vor wenigen Wochen im Parlament ein Gesetz für die rechtssichere Durchführung von Veranstaltungen der Feuerwehren beschlossen worden sei. Trotz knapper Kasse seien sich Bund, Land und die Gemeinden bewusst, dass das Ehrenamt besonders wichtig und unterstützenswert ist.