Erstellt am 25. Mai 2016, 10:19

von NÖN Redaktion

Erich Longin rettete Radfahrer das Leben. Radler stürzte bei altem Thayadurchlass auf dem noch gesperrten Radweg ins Bachbett und blieb hilflos liegen.

Der Dobersberger Unternehmer und geschäftsführende Gemeinderat Erich Longin wollte die von seiner Firma im Bereich des Radwegs montierten Geländer kontrollieren und fand dabei den Verunglückten.  |  NOEN, Michael Schwab/Archiv
Zum Lebensretter für einen verunglückten Radfahrer wurde der Dobersberger Unternehmer und geschäftsführende Gemeinderat Erich Longin. Er fand den 49-Jährigen zum Teil in einem Seitenarm der Thaya liegend.

Der aus der Gemeinde Dobersberg stammende Mann war bereits einige Stunden zuvor mit seinem Fahrrad auf dem Thayatal-Radweg unterwegs - trotz des auf diesem Teilstück noch bestehenden Fahrverbots. Aufgrund von erheblicher Alkoholisierung dürfte er auf Höhe des alten Thayadurchlasses gestürzt und die drei bis vier Meter hohe Böschung bis ins Bachbett hinabgestürzt sein. Dem Verletzten gelang es zwar, sich ans Ufer zu ziehen, dort blieb er jedoch hilflos liegen.

Radfahrer hörten Hilferufe nicht

Nach eigenen Angaben habe er zwar etliche Male Radfahrer am Weg gehört, diese seien jedoch auf seine Hilferufe nicht aufmerksam geworden. Gegen 19 Uhr wollte Erich Longin die im Bereich des Radweges von seiner Firma montierten Geländer kontrollieren. Er wurde durch das am Wegrand liegende Rad aufmerksam und vernahm im Anschluss leise Hilferufe.

Der geschockte Radfahrer wurde ins Landesklinikum Horn eingeliefert. „Hätte Erich Longin den Mann nicht gefunden, wäre dieser mit seinen schweren Verletzungen die ganze Nacht über im Bachbett gelegen“, ist Polizeipostenkommandant Leonhard Meier froh über die Rettung des Verunglückten und stolz auf den Retter.