Erstellt am 12. März 2016, 06:44

von René Denk

Sieben Millionen investiert. Durch Grundankauf, beträchtliche Zubauten und neue Maschinen konnte der Fensterbankhersteller die 47 Arbeitsplätze in Groß Siegharts absichern.

Bei der Firma Hirth: Vertriebsleiter Jürgen Koppensteiner und Geschäftsführer Marcus Müller stehen vor der Wasserstrahl-Schneidemaschine, die den Abschluss der großen Investitionen der Firma bildet.  |  NOEN, René Denk
Die Firma Hirth Fensterbänke GmbH nahm in den letzten Jahren am Standort Groß Siegharts große Umbauten und Erneuerungen vor. Jetzt schließt sie das groß angelegte Projekt ab, in das sie fast sieben Millionen Euro investiert hatte.

Bereits 2011 wurde mit den Planungsarbeiten für den großflächigen Um- und Ausbau begonnen. „Wir wollten den Standort erweitern und stärken“, sagt der Geschäftsführer des Familienunternehmens in dritter Generation, Marcus Müller. Dabei lag der Fokus auf der guten Mannschaft, die in Groß Siegharts arbeitet und die man halten wollte.

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Mit dem Ankauf des Areals beim ehemaligen Bahnhof konnte das Firmengelände auf 30.000 Quadratmeter erweitert werden - um auch in Zukunft möglicherweise weiter expandieren zu können. 2012 und 2013 wurden 4.000 Quadratmeter mit drei neuen Hallen bebaut, um eine ausgeklügelte Ablaufoptimierung zu erzielen. Die Fertigungslinien sind dabei so ausgerichtet, dass möglichst kurze Wegstrecken zurückgelegt werden müssen.

2014 und 2015 wurden noch Maschinen angeschafft, die letzte war eine Wasserstrahlschneidemaschine um rund 200.000 Euro. Müller erinnert sich: „Damals mussten wir noch sperriges Material durch eine Dachbodenluke durchreichen, da wurde im Dachboden und im Keller gearbeitet. Jetzt können wir auf einer Ebene arbeiten.“ Müller kennt sich auch auf jeder der speziell konstruierten Maschinen im Betrieb aus.

7.000 Fensterbänke entstehen pro Woche

Durch die erhöhte Produktivität konnte man die Mitarbeiterzahl halten und für die Zukunft sichern. Zusatzleistungen konnten damit auch ohne Teuerungen angeboten werden. In der Saison von Mitte März bis Mitte November fertigt das Werk rund 7.000 Fensterbänke, die auf Maß zugeschnitten sind, pro Woche.

„Derzeit haben wir rund 2.000 aktive Händlerkunden. Rund 50 Prozent werden am ersten Tag ausgeliefert“, meint Vertriebsleiter Jürgen Koppensteiner. Über 90 Prozent der Kunden sind aus Österreich. Die Firma bietet Fensterbänke aus vielen verschiedenen Materialien, wie Gussmarmor, Granit, Aluminium oder Holz an und diese in vielen Varianten. Neben Fensterbänken stellt der Betrieb hauptsächlich Mauerabdeckungen und Stufenplatten her, die abgestimmt auf den Kunden bearbeitet werden.

„Bei uns werden Fensterbanksysteme hergestellt, die so leicht wie möglich für den Kunden vor Ort montiert werden können. Er bekommt alles aus einer Hand und das sehr schnell durch unsere ausgereifte Logistik. Auf Wunsch bieten wir technische Beratung direkt auf der Baustelle“, so Koppensteiner weiter.

Der Umsatz der Firma wächst laufend und lag 2015 bei rund zehn Millionen Euro. Die Firma wurde 1957 von Gerald Hirth gegründet. Derzeit arbeiten 47 Mitarbeiter am Standort. Die schnelle Lieferzeit ist für die Firma ein wesentliches Verkaufsargument. Neben dem hauseigenen Fuhrpark gibt es Umschlaglager in St. Pölten, Linz und Rohrbach. Weiters gibt es ein Lager am Sitz des Tochterunternehmens „Helopal und Hirth“ in Wien-Liesing.