Karlstein an der Thaya

Erstellt am 06. August 2016, 06:24

von Michael Schwab

„Ich liebe es zu helfen“. Asylwerber Mohammad Yasin Rahmani hat sich um die Pflege des Blumenschmucks in Karlstein angenommen.

Dreieinhalb bis vier Stunden täglich ist Mohammad Yasin Rahmani im Ortszentrum von Karlstein mit der Gießkanne unterwegs.  |  NÖN, Michael Schwab

Seit über zwei Monaten kümmert sich der Asylwerber Mohammad Yasin Rahmani um den Blumenschmuck im Ortszentrum von Karlstein.

Der aus Afghanistan stammende Rahmani kam vor elf Monaten als Flüchtling mit seiner Familie nach Österreich. Seit Oktober 2015 lebt er in Karlstein.

„Ich wollte der Gemeinde helfen. Die Blumen sind schön, und ich liebe es zu helfen“, meint Rahmani im Gespräch mit der NÖN. Täglich ist er zwischen dreieinhalb und vier Stunden mit der Gießkanne unterwegs, auch zum Grasschneiden steht er, wenn nötig, bereit.

Unterstützung für Verschönerungsverein und Gemeinde

„Yasin kam durch den Verschönerungsverein zu dieser Aufgabe. Er arbeitete schon vorher bei der Gemeinde mit. Auf Initiative der Obfrau Maria Kühtreiber darf er sich nun auch um die Blumen kümmern“, erklärt Sonja Aman, Obfrau des Vereins „B’sundrig und Freunde“, der jeden Mittwoch ein „Café der Begegnung“ im alten Postamt organisiert und sich um die Flüchtlinge in Karlstein ehrenamtlich kümmert.

Dass das Unwetter vor zwei Wochen den Blumenschmuck in Karlstein stark beschädigt hat, tut Rahmani, der sich mit Leib und Seele um die Pflanzen kümmert, weh. „Was noch übrig ist, werde ich weiterhin pflegen“, betont er. Da Rahmani fünf Sprachen (Englisch, Türkisch, Farsi, Urdu und Paschto) spricht, und fleißig an seinen Deutschkenntnissen arbeitet, hilft er immer wieder auch als Dolmetscher beim „Verein Wohnen“ aus.