Erstellt am 31. März 2016, 05:24

von Michael Schwab

Freiwillige stehen bereit. Helfertruppe aus dem Vorjahr will dafür sorgen, dass Kröten sicher über die Straße kommen.

Andrea Röglsperger, Anita Bauer und Eveline Christian stehen bereit, um den Kröten über die Straße beim Stadtteich zu helfen.  |  NOEN, Michael Schwab

Mit dem frühlingshaften Wetter der vergangenen Tage steht nun die Krötenwanderung bevor.Auf dem Weg vom Winterquartier zu den Laichplätzen lauern jedoch Gefahren. Beim Waidhofner Stadtteich ist es die Brunnerstraße, welche die Kröten überqueren müssen. Um zu verhindern, dass die Tiere dabei unter die Räder kommen, werden heuer zwei Krötenzäune mit Kübelfallen entlang der Straße im kritischen Bereich von der Straßenmeisterei aufgestellt.

„An den Werktagen kümmern sich die Leute von der Straßenmeisterei um das Verbringen der Kröten in den Kübeln auf die andere Straßenseite. Am Wochenende übernehmen diese Arbeit wieder unsere freiwilligen Helfer aus dem Vorjahr“, erklärt Axel Schmidt, Regionalbetreuer des Naturschutzbundes Niederösterreich. Nach einem Aufruf in der NÖN hatten sich damals fünf Personen gemeldet. Heuer steht die gleiche Truppe wieder bereit.

„Das Ganze hat im letzten Jahr hervorragend funktioniert. Es ist für den Einzelnen kein großer Aufwand, und irgendjemand muss diese Arbeit schließlich machen“, meint Eveline Christian, die für die Organisation in der Gruppe zuständig ist.

„Ich habe viel über diese Tiere gelernt."

„Ich habe viel über diese Tiere gelernt. Es ist faszinierend zu erleben, wie eine Kröte in der warmen Hand plötzlich lebendig wird“, erzählt Andrea Röglsperger, die auch heuer wieder dabei ist. Axel Schmidt habe durch seine Erklärungen auch zahlreiche Vorurteile über diese Tiere zerstreuen können, etwa, dass man vom Anfassen Warzen bekomme.

Die Zäune sollen nach Ostern aufgestellt werden. Ganz ungefährlich ist die Arbeit der Helfer nicht. „Einige Autofahrer verhalten sich vernünftig und drosseln das Tempo, andere fahren leider ungebremst mit Tempo 100 an uns vorbei. Gerade auf der Seite des Teiches ist sehr wenig Platz für uns“, erklärt Evenline Christian.

Für die Kröten ist übrigens nicht nur das Überfahren, sondern der Sog, der durch ein Fahrzeug verursacht wird, ab 30 km/h tödlich. Daher bitten Axel Schmidt und die Helfertruppe die Lenker, entlang des Stadtteiches vom Gas zu gehen. Verstärkung für die Helfer ist natürlich auch jederzeit willkommen.

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