Erstellt am 22. Juni 2016, 11:00

von Redaktion Gmünd

Dem Gründer gedacht. Vereinsgründer Karl Rauscher hätte am Wochenende seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Obmann Karl Wanko, Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger und Geschäftsführerin Melitta Blaim vor dem von Dechant Josef Elter gestalteten Gedenkstein für Karl Rauscher, der einen Tannenzapfen symbolisiert und in Karlstein vor dem Paracelsus Haus steht.  |  NOEN, Hannes Ramharter

Beim Verein „Freunde der Heilkräuter“ gedachte man am Samstag dem Vereinsgründer Pfarrer Karl Rauscher, der seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.

Karl Rauscher, gebürtig aus Engelbrechts in der Gemeinde Kautzen, wurde am 25. Juni 1978 zum ersten Obmann des Heilkräutervereins gewählt, er verunglückte am 21. November 1979 tödlich bei Großweikersdorf.

Nach Karl Rauschers Tod fungierte sein Bruder Othmar Rauscher, Abt des Zisterzienserstiftes Schlierbach als Interimsobmann. Gleichzeitig wurde von den Vorstandsmitgliedern des relativ jungen Vereins auch der Prämonstratenser Chorherr des Stiftes Geras, Hermann-Josef Weidinger angesprochen, sich des Vereines anzunehmen. „Mit Hermann-Josef Weidinger gelang dem Verein ein medialer Senkrechtstart“, erinnert sich der nunmehrige Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger, der ebenfalls dem Stift Geras angehört.

Nachfolge Weidingers ab 2011

Nach dem Tod von Weidinger kümmerte sich Felsinger, der schon immer Mitarbeiter im Heilkräuterverein war, intensiver um die Agenden, im März 2011 trat er dann auch offiziell die Nachfolge Weidingers an.

Genauso wie sein Vorgänger betreut auch H. Benedikt die Pfarre Harth im Bezirk Horn. Dabei sind Tiere das Bindeglied zwischen den beiden Priestern. Während Weidinger in Harth Collies züchtete, beschäftigt sich Felsinger intensiv mit Gänsen.

„Jeder Kräuterpfarrer hat einen eigenen Charakter und geht eigene Weg, auf die Tradition aufbauend und aus ihr schöpfend“, betont H. Benedikt.

Als „besonderen Schatz“ bezeichnet er die Mitarbeiter des Heilkräutervereins. „Sie sind ein großer Rückhalt, so etwas wie ein Brückenpfeiler, ohne sie würde es nicht gehen“, stellt er fest.

Der Verein lud am Samstag auch zu einem Gedenkgottesdienst, der von Obmann Karl Wanko mit einem Regionalchor gestaltet wurde.